Abdul B. auf der Flucht

Pride-Terror – erste Hinweise zum Motiv des Angreifers

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag beim CSD in Berlin sitzt der Schock noch immer tief. Nun gibt es neue Details zu einem möglichen Motiv.
Newsdesk Heute
26.07.2026, 16:29
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Schreckliche Szenen spielten sich am Samstag in Berlin ab. Im Zuge des Christopher Street Day (CSD) soll ein 21-jähriger Deutscher mit Wurzeln aus dem Libanon mit einem Transporter in eine Menschenmenge beim Großen Tiergarten gerast sein, laut Innenminister Alexander Dobrindt sei der Mann dann mit einer Stichwaffe auf die Passanten losgegangen. Eine Frau starb, weitere Opfer schwebten zwischenzeitlich in Lebensgefahr.

Der Tatverdächtige befindet sich noch auf der Flucht. Bei ihm soll es sich um Abdul B. handeln. Im Zuge der Öffentlichkeitsfahndung teilte die Polizei mit, dass er polizeibekannt ist. Zudem werde B. "der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet". Nun kamen neue Details zu einem möglichen Motiv ans Licht.

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Mögliches Motiv

Laut "Krone"-Informationen sollen der Iran-Krieg und die jüngsten Angriffe auf den Libanon seinen Hass auf die USA und Israel verstärkt haben. Dies könnte der Auslöser für die grausame Bluttat gewesen sein. Aufgrund von schwerer Körperverletzung und räuberischer Erpressung stand er bereits im Visier der Polizei. Des Weiteren soll der 21-Jährige laut "Bild"-Bericht bereits einen Anschlag geplant haben.

Nachdem er ein Foto mit einer Schusswaffe im Internet veröffentlicht hatte, durchsuchten Ermittler seine Wohnung. Gefunden wurde allerdings nur eine Spielzeugwaffe. Besonders brisant: B. wurde erst im Mai aus dem Jugendarrest entlassen. Er soll sich online radikalisiert haben.

Nach Deutschland zurückgebracht

Laut "Welt" sollte der Tatverdächtige an Gesprächen zur Deradikalisierung und Extremismusprävention teilnehmen. Zwei Termine nahm er demnach freiwillig wahr, ein weiterer war für Montag angesetzt.

Im Jahr 2025 wollte der 21-Jährige bereits nach Syrien reisen. Jedoch wurde B. im Libanon festgenommen und als deutscher Staatsbürger nach Deutschland zurückgebracht.

Beifahrer festgenommen

Wie der öffentlich-rechtliche rbb berichtet, soll bereits in der Tatnacht ein iranischer Staatsbürger festgenommen worden sein. Die Behörden gehen davon aus, dass der Mann mit B. in dem Tatfahrzeug gesessen habe. Unklar ist, ob der Iraner in einer Verbindung zu dem mutmaßlichen Anschlag steht.

Nach dem Hauptverdächtigen wird unterdessen weiter gesucht. Auch die Grenzen zu Österreich werden von der deutschen Polizei überwacht. Einen Bezug zu Österreich soll B. allerdings nicht haben.

Wohnung durchsucht

Am Sonntag kam es laut der "Bild" zu einer Razzia an der Adresse des 21-Jährigen in der Berliner Straße Bissingzeile. Ob dabei Spuren oder Hinweise zu seinem jetzigen Aufenthaltsort gefunden wurden, ist unklar. Neben SEK-Beamten und der Spurensicherung standen auch Entschärfer im Einsatz. Nachbarn mussten währenddessen das Gebäude verlassen.

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