Ein Schandfleck hinter dem Museumsquartier wird nun auf Drängen des Bezirks endlich saniert. Jahrelang wurde das Biedermeierhaus in der Breite Gasse 15 (Neubau) dem Verfall überlassen, Hausbesetzer machten sich breit.
Zuletzt sorgte eine Taubenplage für Verschmutzungen. Der Ärger über die mangelnde Hygiene war bei den Anrainern im Grätzl groß. Bezirkschef Markus Reiter (Grüne) bemühte sich um eine Lösung – mit Erfolg. Dach und Fassade des stadtbekannten "Problemhauses" werden nun von der MA 25 saniert.
Das um 1800 errichtete Biedermeierhaus ist ein integraler Bestandteil des historischen Spittelbergs und liegt in einer Schutzzone. Während der Eigentümer wiederholt einen Abbruch und Neubau anstrebte, hat sich der Bezirk konsequent seit 15 Jahren für den Erhalt der historischen Bausubstanz eingesetzt und gemeinsam mit den zuständigen Magistratsabteilungen an Lösungen gearbeitet. Neben baulichen Mängeln sorgte das Gebäude immer wieder auch für erhebliche sanitäre Missstände – wie der Taubenplage.
Ein wichtiger Lösungsansatz war die Initiative eines "Problemhausgipfels". Gemeinsam mit Bauinspektion, Mieterhilfe, Gebietsbetreuung und weiteren zuständigen Stellen bespricht Bezirksvorsteher Reiter hier regelmäßig problematische Gebäude. Ergänzt wird dies durch ein laufendes Monitoring, damit Hinweise auf bauliche oder sanitäre Missstände rasch aufgegriffen und an die zuständigen Behörden weitergeleitet werden.
"Dass nun endlich saniert wird, ist eine gute Nachricht für die Anrainer und ein wichtiger Schritt für den Erhalt dieses geschichtsträchtigen Hauses", so Reiter. "Mein Dank gilt den beteiligten Dienststellen für die gute Zusammenarbeit sowie den Nachbarn für ihre Geduld. Wir bleiben dran und setzen uns weiterhin dafür ein, dass Problemhäuser im Bezirk konsequent bearbeitet und nachhaltige Lösungen gefunden werden."
Die nun beginnende Sanierung sei ein wichtiger Schritt zur Sicherung des historischen Gebäudes. Der Bezirk wird die weitere Entwicklung gemeinsam mit der MA 15 (Gesundheitsdienst) und den zuständigen Magistratsabteilungen weiterhin eng begleiten.