Proteste in Spanien eskalieren

Protest gegen Influencer endet in Straßenschlacht

In Bilbao eskalierten Proteste gegen einen Influencer. Autos brannten, Geschäfte wurden geplündert, 19 Menschen festgenommen.
27.10.2026, 14:48
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Brennende Fahrzeuge, geplünderte Geschäfte und Angriffe auf Polizisten: In der spanischen Stadt Bilbao sind Proteste gegen einen rechtspopulistischen Influencer völlig aus dem Ruder gelaufen. Mindestens 19 Personen wurden festgenommen, darunter sieben Minderjährige.

Eigentlich hätte der 26-jährige Vito Quiles an der Universität Deusto auftreten sollen. Doch bereits im Vorfeld versammelten sich selbst ernannte Antifaschisten vor dem Gebäude. Aus Sicherheitsgründen sagte der Influencer seinen Besuch kurzfristig ab.

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Randalierer ziehen durch die Stadt

Die Absage konnte die Gewalt allerdings nicht verhindern. Hunderte Menschen zogen durch die Straßen, steckten Autos, ein Polizeimotorrad und zahlreiche Müllcontainer in Brand. Wie der spanische Sender RTVE berichtet, wurden zudem Geschäfte beschädigt und geplündert.

Auch die Polizei wurde zur Zielscheibe. Randalierer schleuderten Steine und Feuerwerkskörper auf die Einsatzkräfte und griffen eine Polizeistation an. Die Universität hatte ihren Campus bereits am Nachmittag vorsorglich geschlossen und den Unterricht eingestellt.

Bereits 128 Festnahmen in Barcelona

Bilbao ist nicht die erste spanische Stadt, in der es zuletzt zu schweren Ausschreitungen kam. Nur zwei Tage zuvor waren bei einer Studentenkundgebung in Barcelona mindestens 128 Menschen festgenommen worden. Auch dort wurden Geschäfte attackiert.

Der umstrittene Influencer Quiles hat online Millionen Follower. Politisch trat er bereits 2024 in Erscheinung, als er bei der Europawahl auf der Liste der rechtspopulistischen Partei Se Acabo la Fiesta (SALF) von EU-Abgeordnetem Alvise Perez kandidierte.

red, 27.10.2026, 14:48