Rekord-Andrang bei Wahl

Showdown in Israel! Für Netanyahu geht es um alles

Historischer Andrang bei der Schicksalswahl in Israel! Drei Jahre nach dem Hamas-Terror entscheidet das Land über die Zukunft von Premier Netanyahu.
27.10.2026, 13:31
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High Noon in Israel! Die ganze Welt blickt auf das kleine Land im Nahen Osten: 7,3 Millionen Bürger sind am Dienstag aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Schon in den ersten drei Stunden gaben 16,7 Prozent ihre Stimme ab. So hoch war die frühe Wahlbeteiligung seit 45 Jahren nicht mehr.

Es ist eine Wahl, die das Land verändern könnte. Drei Jahre nach dem verheerenden Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 geht es auch um die politische Verantwortung für das damalige Sicherheitsversagen und die Kriege, die darauf folgten.

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Im Mittelpunkt steht Benjamin Netanyahu. Der Regierungschef ist seit insgesamt 19 Jahren an der Macht. Jetzt kämpft er um seine politische Zukunft.

"Ich habe wirklich Angst"

Wie angespannt die Stimmung ist, zeigt die Aussage einer 81-jährigen Wählerin aus Ramat Gan bei Tel Aviv. Ruth Epstein hat schon viele Wahlen erlebt. Doch diese sei die wichtigste ihres Lebens. "Ich habe wirklich Angst vor dem, was hier passieren wird", sagt sie gegenüber Reuters.

Netanyahus größter Herausforderer ist der frühere Armeechef Gadi Eisenkot. Er besuchte am Wahltag den Kibbuz Nir Oz, der am 7. Oktober 2023 von der Hamas angegriffen wurde. Gemeinsam mit einer ehemaligen Geisel ging er zur Wahl.

Eisenkot verspricht einen politischen Neuanfang und will die Verantwortung für das Sicherheitsversagen vom 7. Oktober untersuchen lassen. Netanyahu verweist dagegen auf seine Führung während der Kriege und die Unterstützung durch US-Präsident Donald Trump.

Jetzt zählt jede einzelne Stimme

Entscheidend sind 61 Mandate. So viele Sitze braucht ein Bündnis normalerweise für eine Mehrheit im israelischen Parlament mit seinen 120 Abgeordneten.

Die Umfragen zeigen ein enges Rennen. Besonders wichtig könnte die Wahlbeteiligung der arabischen Minderheit werden. Doch selbst wenn Netanyahus Gegner mehr Mandate erreichen, ist ein Machtwechsel nicht garantiert. Die Opposition ist bei der Zusammenarbeit mit arabischen Parteien gespalten.

Sollte niemand eine Regierung bilden können, drohen sogar Neuwahlen. Netanyahu könnte dann vorerst als geschäftsführender Premier im Amt bleiben.

Erste Prognosen werden am Dienstag um 21 Uhr österreichischer Zeit erwartet. Dann schließen die Wahllokale in Israel. Ob Netanyahu tatsächlich abgelöst wird, könnte sich allerdings erst bei den anschließenden Koalitionsverhandlungen entscheiden.

red, 27.10.2026, 13:31
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