Jagd mit Betäubungspfeilen

Puma sorgt mitten in San Francisco für Großeinsatz

Ein junger Puma tauchte am Freitag mitten in der US-Großstadt auf. Einsatzkräfte betäubten die Raubkatze nach einem stundenlangen Einsatz.
Nick Wolfinger
20.09.2026, 14:57
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Ungewöhnlicher Besucher in San Francisco: Ein Puma hatte sich am Freitag in das dicht besiedelte Viertel Outer Sunset verirrt und dort für einen Großeinsatz gesorgt. Anrainer entdeckten die Raubkatze im Bereich der 44th Avenue und Ulloa Street.

Schon am frühen Morgen bemerkten Bewohner, dass etwas nicht stimmte. Dutzende Krähen hätten auf einer Stromleitung gesessen und lautstark Alarm geschlagen, erzählte Anrainer Alex Grant. Kurz darauf rückten bereits Polizisten und Tierretter an.

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Puma läuft plötzlich auf Straße

Die Einsatzkräfte sperrten einen Abschnitt der 44th Avenue ab. Mitarbeiter der städtischen Tierrettung bekamen Unterstützung von Wildtierexperten sowie Mitarbeitern des Zoos von San Francisco.

Über Stunden versuchten die Helfer, das Tier unter Kontrolle zu bringen. Schließlich gelang es ihnen, den Puma mit einem Betäubungspfeil zu treffen. Doch bevor das Mittel wirkte, lief die Raubkatze plötzlich auf die Straße.

Einsatzkräfte versperrten dem Puma den Weg. Das Tier lief noch mehrmals hin und her, ehe die Betäubung ihre volle Wirkung entfaltete. Danach konnten sich die Helfer gefahrlos nähern.

Junges Männchen wiegt rund 35 Kilo

Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass es sich um ein junges Männchen mit einem Gewicht von rund 35 Kilogramm handelte. Das Tier trug weder eine Ohrmarke noch einen GPS-Sender und war den Wildtierexperten bisher nicht bekannt.

Fachleute vermuten, dass der junge Puma auf der Suche nach einem eigenen Revier war. Männliche Tiere verlassen im Alter von etwa eineinhalb bis zwei Jahren ihre Mutter und legen auf der Suche nach einem geeigneten Lebensraum teils weite Strecken zurück. Dabei können sie auch in besiedelte Gebiete geraten.

Experten warnen davor, sich einem Puma zu nähern oder vor ihm davonzulaufen. Bei einer Begegnung sollte man sich möglichst groß machen, Lärm verursachen und dem Tier ausreichend Platz lassen.

Zurück in die Wildnis

Für den Puma nahm das Abenteuer in der Millionenstadt schließlich ein gutes Ende. Nach seiner Untersuchung bekam er einen GPS-Sender. Damit können Forscher künftig seine Bewegungen verfolgen.

Noch am selben Tag wurde die Raubkatze aus San Francisco gebracht und wieder in der Wildnis freigelassen.

In der Region wurden zuletzt mehrfach Pumas gesichtet. Ob der nun gefangene Vierbeiner schon zuvor durch San Francisco gestreift war, ist allerdings unklar.

NW,20.09.2026, 14:57
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