Die Sanktionen gegen Russland zeigen laut Marco Rubio deutliche Wirkung: In der NBC-Sendung "Meet the Press" enthüllte der US-Außenminister ein besonders aufschlussreiches Detail vom jüngsten Gipfeltreffen in Alaska: Die russische Delegation musste bei einem Tankstopp in den USA bar bezahlen – weil sie das US-amerikanische Bankensystem aufgrund der Sanktionen nicht nutzen kann. "Sie reisten mit Bargeld ein, um Kerosin für Wladimir Putins Flugzeug zu bezahlen", sagte Rubio.
Hintergrund ist, dass russische Kredit- und Bankkarten aufgrund der bestehenden Sanktionen nicht mehr funktionieren. Dies sei ein direktes Resultat der umfassenden Maßnahmen, die gegen Russland verhängt wurden. "Sie sind täglich mit den Konsequenzen konfrontiert", betonte Rubio.
Neben dem luxuriösen "fliegenden Kreml", der Präsidentenmaschine von Kriegstreiber Putin, und eines zweiten Begleitflugzeugs landeten mehrere weitere russische Flugzeuge in Alaska. Diese transportierten unter anderem gepanzerte Limousinen für den Kremlchef und seine Delegation sowie mitreisende russische Journalisten.
Wie hoch die tatsächlichen Kosten für das Auftanken aller Maschinen waren, ist unklar. Es ist auch nicht bekannt, ob sämtliche Flugzeuge nachgetankt wurden oder ob es etwa Sonderkonditionen für Putins Maschine gab.
Nach Berechnungen der "Bild"-Zeitung steht allerdings fest: Allein Putins Präsidentenflugzeug fasst rund 152.620 Liter Kerosin. Laut dem aktuellen "Jet Fuel Price Monitor" der IATA lag der Preis pro US-Gallone zuletzt bei rund 2,10 US-Dollar – was bei vollem Tank Kosten von rund 85.000 Dollar (etwa 69.000 Franken) ergibt.
US-Außenminister Rubio zeigte sich nicht begeistert von der Möglichkeit, neue Sanktionen gegen Russland zu erheben. "Um den Krieg zu beenden, müssen wir mit den Russen verhandeln. So sehr es manchen missfällt, so abstoßend es auch sein mag, der einzige Weg, diesen Krieg zu beenden, ist, die Russen und die Ukrainer zu einem Friedensabkommen zu bewegen", sagte Rubio. Sobald neue Sanktionen verhängt würden, seien die Chancen, Russland an den Verhandlungstisch zu bringen, stark eingeschränkt.