Putin schickt jetzt seine Elite-Truppen in den Donbass

Mobilisierte Russen in Rostow am Don werden noch mit Weihwasser bespritzt, ehe sie an die Front gekarrt werden. Aufgenommen am 31. Oktober 2022.
Mobilisierte Russen in Rostow am Don werden noch mit Weihwasser bespritzt, ehe sie an die Front gekarrt werden. Aufgenommen am 31. Oktober 2022.REUTERS
Statt der geplanten drei Tage dauert die Invasion der Ukraine schon neun Monate. Jetzt sollen es russische Elite-Truppen für Wladimir Putin richten.

Russland hat nach britischer Einschätzung große Teile seiner Luftlandeeinheiten in die Ostukraine verlegt. Potenzielle Einsatzgebiete seien die Verteidigungsstellungen in der Gegend um die Städte Swatowe und Kreminna im Gebiet Luhansk oder auch bei der andauernden russischen Offensive gegen die Stadt Bachmut im Gebiet Donezk durch die Söldner-Gruppe Wagner, teilte das Verteidigungsministerium in London am Donnerstag unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse mit.

Im September und Oktober seien die Truppen zur Verteidigung westlich des Flusses Dnipro im südukrainischen Gebiet Cherson eingesetzt worden. Von dort hatten sie sich aber nach erbitterten Widerstand schließlich am 9. November zurückziehen müssen. Die Stadt Cherson stand seit Anfang März unter russischer Kontrolle.

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Die russischen Luftlandetruppen WDW gelten als Eliteeinheit und stellen eine eigene Truppengattung der Streitkräfte dar. Einige der stark geschwächten Luftlandeeinheiten (WDW) wurden nach britischen Angaben nun mit mobilisierten Reservisten aufgefüllt.

Mobilisierte Russen aus der sibirischen Stadt Omsk. Aufgenommen am 10. November 2022.
Mobilisierte Russen aus der sibirischen Stadt Omsk. Aufgenommen am 10. November 2022.REUTERS/Alexey Malgavko

Russen graben sich für Winter ein

"Obwohl dieses schlecht ausgebildete Personal die vermeintlichen Elitefähigkeiten der WDW verwässern wird, wird Russland diese Einheiten wahrscheinlich immer noch Abschnitten zuweisen, die als besonders wichtig erachtet werden", hieß es in London.

Entlang der gesamten Front haben die russischen Besatzer begonnen, sich einzuigeln. Im Hinterland werden Verteidigungsgürtel aus Schützengräben, Stellungen und Wällen errichtet. Selbst die Wagner-Söldner haben bereits kilometerlange Anlagen gegen mögliche Panzerangriffe ausgehoben.

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Jetzt sollen diese Posten offenbar mit den Elite-Truppen verstärkt werden. Die Luftlandeeinheiten (WDW) müssen Putin nun auch Erfolge vorweisen, denn zu Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine sollten sie gemeinsam mit Bodentruppen den Flugplatz Hostomel und folgend die Hauptstadt Kiew erobern, wurden aber zurückgeschlagen.

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