Krieg bis 2030?

Putin warnt Europa: "Wird keine Gewinner geben"

Russlands Präsident Wladimir Putin warnt vor einem Krieg mit Europa. Sollte die Lage eskalieren, werde es am Ende keine Gewinner geben.
29.10.2026, 19:40
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Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstag (29. Oktober) mit deutlichen Worten vor einer militärischen Eskalation zwischen Russland und Europa gewarnt. Nach dem dritten Russland-Afrika-Gipfel in Moskau stellte sich der Kreml-Chef den Fragen von Journalisten und äußerte sich dabei auch zu den angespannten Beziehungen mit der Europäischen Union.

"Wenn die Dinge zu weit gehen, wird es am Ende keine Gewinner mehr geben. Das sollte niemand vergessen", erklärte Putin. Gleichzeitig betonte der russische Präsident, dass Moskau keinen Krieg mit Europa wolle. Sollte es allerdings zu einer direkten Konfrontation kommen, sei Russland darauf vorbereitet.

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Putin spricht über Krieg mit Europa

Der Kreml-Chef ging auch auf die Bemühungen europäischer Staaten ein, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen. Nach seiner Darstellung sei dieses Ziel bisher nicht erreicht worden. Putin bezweifelte zudem, dass es den europäischen Staaten gelingen werde, dieses Vorhaben bis zum Jahr 2030 umzusetzen.

Trotz seiner deutlichen Warnung signalisierte Putin Gesprächsbereitschaft. Russland unterstütze grundsätzlich alle Schritte, die zu einer Wiederherstellung vollwertiger Beziehungen mit den EU-Staaten führen könnten.

Europäische Regierungschefs suchen Kontakt

Dabei verwies Putin auf Gespräche mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre. Die Initiative für diese Kontakte sei laut Putin von den beiden europäischen Ländern ausgegangen.

"Sie betonten gleich zu Beginn des Gesprächs, dass sie nicht die EU als Organisation vertreten", erklärte der russische Präsident. Die Gespräche seien demnach auf nationaler Ebene geführt worden.

Putin sagte außerdem, dass ihm die Kritik bekannt sei, die Stubb und Støre nach ihren Kontakten mit Moskau entgegengebracht worden sei.

Russland will Beziehungen zu Afrika ausbauen

Neben den Spannungen mit Europa stand auch die Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten im Mittelpunkt der Pressekonferenz. Putin bezeichnete den dritten Russland-Afrika-Gipfel als Erfolg und kündigte einen weiteren Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen an.

Der derzeitige Handelsumsatz zwischen Russland und den afrikanischen Staaten liege bei rund 27 Milliarden US-Dollar. Für Putin sei das allerdings erst der Anfang. Russland wolle künftig mehr Maschinen, Industrieprodukte, Düngemittel und landwirtschaftliche Erzeugnisse nach Afrika liefern.

Gleichzeitig sollen bestehende Handelshemmnisse abgebaut werden. Beim Gipfel, der am 28. und 29. Oktober in Moskau stattfand, verabschiedeten die Teilnehmer einen gemeinsamen Aktionsplan bis 2029.

red, 29.10.2026, 19:40
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