Ein brisantes Video beschäftigt momentan Russland – und zwar bis hin zu hohen Vertretern im Kreml. Hauptfigur ist der Veteran Alexander Lunin. Das Video nahm der Ex-Soldat in einem Kampfanzug, der mit Orden übersät ist, in seinem Garten in der Region Woronesch auf.
Die Worte von Lunin haben es in sich. Wie "Welt" berichtet, wirft der Veteran der russischen Militärführung vor, Soldaten zu foltern und auch zu töten, wenn sie "selbstmörderische Befehle" missachten oder kein Geld an Vorgesetzte zahlen.
Demnach würden die Betroffenen in Gruben festgehalten werden. Beweise legte Lunin jedoch keine vor, auch Namen von Opfern oder Tätern nannte er keine. Dennoch hat sein Video inzwischen über Millionen Aufrufe generiert.
Besonders brisant: In dem Video droht der Veteran damit, dass die Armee ihre Waffen gegen den Kreml richten werde, sollte er nicht bald eine Audienz beim russischen Präsidenten Wladimir Putin erhalten. Diese soll live im TV übertragen werden, so die Forderung des Ex-Soldaten.
Das Video beschäftigt nun auch Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Der Kreml-Sprecher sagte am Freitag, dass er das auf Instagram veröffentlichte Video noch nicht gesehen habe. Trotzdem sprach er von einer "seltsamen Formulierung", die es in dem Clip geben solle.
Man werde das Video des Kriegsveteranen prüfen, ehe man sich genauer zum Inhalt äußern wolle. Es ist unklar, ob Lunin hier als Privatperson gehandelt hatte oder ob eine größere Gruppe innerhalb der Streitkräfte hinter ihm stehe.