Die Verhandlungen von Schwarz-Blau sind gescheitert, die Regierung wurde durch die Beteiligung der SPÖ nach links gerückt. Doch auch auf derselben Seite des Spektrums gibt es Kritik an der roten Regierungsbeteiligung. Vor dem Parteitag in Wien kam es nun zu einer unangekündigten Protest-Aktion.
Klima-Aktivisten stiegen aufs Dach, um gegen den "sozialen und ökologischen Kahlschlag der SPÖ" zu protestieren. Dabei wurde ein Banner mit "Lobau statt Sozialabbau" entrollt. Am Boden taten rund 200 Weitere ihren Unmut kund.
Nora Haidowatz, Aktivistin von "Lobau Bleibt!" prangert an, wie unsozial und klimaschädlich die sogenannte "sozialdemokratische" Partei handle: "Eine Lobau-Autobahn würde mehr als 5 Milliarden Euro kosten. Mit ihrem sturen Festhalten an der Lobau-Autobahn steht die SPÖ einer sozialen und klimagerechten Zukunft im Weg!"
Das Bündnis "SoWi_So" lehnt Kürzungen im Sozialbereich ab: "Insbesondere Frauen werden noch mehr zu unbezahlter Haus- und Care-Arbeit gezwungen. Daher ist jeder von der Regierung der Aufrüstung im Sozial- und Gesundheitsbereich eingesparte Euro einer zu viel. Vom ÖGB erwarten wir, diesen Kürzungskahlschlag mit Kampfmaßnahmen zu verhindern. So geht nämlich Politik für und mit Frauen."
Paula Krosigk von "System Change" kritisiert die fatale Prioritätensetzung: "Der Sozialabbau passiert auf dem Rücken von Frauen." Laila Kriechbaum, "Fridays For Future" appelliert an die sozialen Kräfte in der SPÖ: "Befreit euch aus dem Beton-Wahnsinn der Vergangenheit. Statt Milliarden in eine Lobau-Autobahn zu stecken, finanziert Öffis für alle und sozial gerechten Klimaschutz!"