Nach Deal mit Trump

Rätsel um Ober-Mullah – wer regiert im Iran wirklich?

Brisante Spekulationen um den Ober-Mullah! Chamenei soll der Waffenruhe mit Trump persönlich zugestimmt haben. Ein Bericht stellt dies infrage.
Newsdesk Heute
08.04.2026, 12:44
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Es war ein Hoffnungsschimmer im Iran-Krieg: Während US-Präsident Donald Trump in der jüngeren Vergangenheit mit der "totalen Vernichtung" drohte und die USA massive Luftschläge vorbereiteten, wurde im Hintergrund an einer diplomatischen Lösung gearbeitet.

Demnach hätten US-Vertreter am Montag erfahren, dass Ober-Mullah Modschtaba Chamenei (56) seine Berater beauftragt habe, eine Lösung zu finden. Unterstützt von Vermittlern aus Pakistan, Ägypten und der Türkei habe man so den Vorschlag einer zweiwöchigen Waffenruhe auf den Tisch gelegt.

Gab der Ober-Mullah grünes Licht?

Diesem hätten die USA erst nach mehreren Telefonaten – auch mit dem israelischen Premier Benjamin Netanyahu – zugestimmt. Offen bleibt die Frage, ob der Ober-Mullah wirklich die Entscheidung zu einer diplomatischen Lösung getroffen habe. Hier widersprechen sich die Berichte. Dies löst wilde Spekulationen darüber aus, wer im Iran tatsächlich das Sagen hat.

So hätten mehrere Vertreter zu "Axios" gesagt, dass Chamenei eine zentrale Rolle bei den Gesprächen gespielt hätte. Er selbst habe grünes Licht für den Deal gegeben und sei damit für den Durchbruch verantwortlich.

Brisantes Geheimdienst-Memo

Ein Bericht der "New York Post" stellt diese Darstellung aber infrage. Laut einem Geheimdienst-Memo soll der oberste Führer im Iran nämlich keine Entscheidungen treffen können. Demnach befinde sich Chamenei in einem kritischen Zustand. Sogar Berichte über ein mögliches Koma kamen ans Licht.

Fix ist jedenfalls, dass der Ober-Mullah Ende Februar bei einem Angriff, bei dem sein Vater Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde, schwer verletzt wurde. Seitdem trat er nicht mehr öffentlich auf. Als Beweis für seinen positiven Gesundheitszustand wurden lediglich schriftliche Stellungnahmen verbreitet. Diese könnten jedoch auch von einer anderen Person aus der iranischen Führung stammen.

Fragiler Frieden

In dem Geheimdienst-Memo heiße es, dass Chamenei "nicht in der Lage" sei, "an irgendeiner Entscheidungsfindung teilzunehmen". Der Ober-Mullah soll aktuell in der Stadt Ghom – etwa 140 Kilometer südlich von Teheran – behandelt werden. Sein Zustand wird als kritisch beschrieben.

Die Frage, wer im Iran nun wirklich an der Macht ist, könnte die Lage nun noch mehr aufheizen. Zwar signalisierte der Iran, dass man auch die Schifffahrt durch die Straße von Hormus wieder ermöglichen wolle, doch das iranische Atomprogramm und der Umgang mit dem Raketenarsenal seien noch nicht geklärt. Nun sollen weitere Gespräche stattfinden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 08.04.2026, 12:44
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