Es war eine Schocknachricht, die ganz Wien in Atem hielt: Am 5. Feber wurde in Wien-Landstraße eine 26-Jährige mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ihrer Wohnung entdeckt. Zuvor hatte die Mutter der jungen Frau bei einer Polizeiinspektion in Niederösterreich Alarm geschlagen – "Heute" berichtete.
Schnell gingen die Ermittler von einem Sexualdelikt aus. Die Frau war dehydriert und wies schwere Hämatome sowie Schürfwunden auf. Es wurde davon ausgegangen, dass sie bereits mehrere Tage in der Wohnung gelegen sei.
Durch die Rettungskräfte wurde die 26-Jährige in eine Klinik gebracht. Wie "Die Presse" unter Berufung auf den Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) schreibt, wurde die Frau mittlerweile auf die Normalstation verlegt. Demnach habe sich ihr Zustand erheblich verbessert.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
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Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
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Besonders brisant: Auch eine Einvernahme durch die Polizei habe bereits stattgefunden. Diese soll jedoch wenig aufschlussreich gewesen sein. Die 26-Jährige habe wirre Angaben gemacht. Auch eine Befragung der Mutter konnte keine Klarheit bringen. Sie habe eher losen Kontakt zu ihrer Tochter, schreibt die Zeitung unter Berufung auf die Polizei.
Die Ermittler stehen jedenfalls vor einem Rätsel. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts (LKA) Wien würden in alle Richtungen gehen. Zudem soll ein Sachverständiger die Verletzungen begutachten. Ziel ist es, festzustellen, ob Fremdverschulden oder ein gesundheitlicher Notfall ausschlaggebend war.