Er nennt einen Punkt

Rangnick nach WM-Aus: Das würde ich anders machen

Österreich ist raus bei der Weltmeisterschaft 2026. Unser Erfolgstrainer Ralf Rangnick sagt nun, was er anders machen würde.
Sport Heute
03.07.2026, 21:56
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Spanien war eine Nummer zu groß für Österreichs Fußball-Nationalteam. Das hat sich im WM-Sechzehntelfinale gezeigt. Die ÖFB-Elf musste sich beim Spiel des Jahres in Los Angeles dem amtierenden Europameister rund um die Stars Rodri und Lamine Yamal mit 0:3 geschlagen geben. Damit war das rot-weiß-rote WM-Märchen beendet, landete unser Team auf dem harten Boden der Realität.

Es war durchaus ein durchwachsenes Turnier für unser Team. Experten vermissten phasenweise das eigentlich typische Gegenpressing des ÖFB-Teams. Das war gegen Argentinien und Spanien kaum zu sehen gewesen. Beim WM-Auftakt gegen Jordanien (3:1) hatte sich unsere Elf noch gemüht, aber trotzdem den Sieg eingefahren. Und das Duell gegen Algerien war aufgrund der Konstellation ohnehin kurios gewesen, endete mit einem 3:3-Remis.

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Was Rangnick anders machen würde

Da stellt sich nun die Frage, ob Österreichs Teamchef Ralf Rangnick mit Blick zurück auf die WM etwas anders machen würde. "Ich glaube, dass die Auswahl des Quartiers an der Pazifikküste absolut richtig war. Wir hatten gute Trainingsbedingungen, auch klimatisch gute Verhältnisse", meinte der deutsche Star-Trainer. Das würden auch die Spieler so sehen.

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Trotzdem gibt es einen Punkt, den er ändern würde, dabei bezog sich Rangnick aber auf das letzte ÖFB-Testspiel gegen Tunesien am 1. Juni in Wien. "Ich würde Christoph Baumgartner gegen Tunesien nicht mehr in den Kader nominieren oder hätte ihm am besten einen Tag  frei gegeben", meinte Rangnick, bezog sich damit auf die schwere Muskelverletzung des Leipzig-Legionärs, die sich Baumgartner beim Aufwärmen vor dem Test zugezogen hatte. Er musste danach operiert werden, wird monatelang ausfallen, von einer bis zu fünfmonatigen Zwangspause ist die Rede. Damit war natürlich auch die WM gelaufen für den Niederösterreicher. Baumgartner reiste trotzdem zum ÖFB-Team nach Santa Barbara.

"Aber wer das vorausahnt, dass er sich beim Warmmachen, beim letzten Schuss aufs Tor, eine schwere Verletzung zuzieht, der wäre Hellseher gewesen. Ansonsten wüsste ich nicht, was wir anders machen hätten können", so Rangnick.

"Das ist keine Ausrede"

Mit Baumgartner verlor Österreich einen Schlüsselspieler, dessen Ausfall nie kompensiert werden konnte. "Wir mussten einige Rückschläge verkraften. Das sage ich nicht als Ausrede, sondern weil es einfach Fakt ist. Der Ausfall von Baumgartner war eine Katastrophe für ihn, auch für uns als Mannschaft. Der Ausfall von Phillipp Mwene, der glatte Kieferbruch von Stefan Posch, der ihn trotzdem nicht gehindert hat, weiterzuspielen", zählte Rangnick auf. Und ergänzte: "Ich sage einmal so: Wenn wir heute hier im Sechzehntelfinale auf einen Gegner getroffen wären, der sich auf unserem Leistungsniveau befindet – was ja anderen Mannschaften widerfahren ist–, bin ich der Meinung, dass wir weiterkommen hätten können. Aber das ist hypothetisch. Wir wussten, dass der Gegner Spanien heißt. Man muss es so akzeptieren, wie es gelaufen ist", schloss der Deutsche.

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