Österreichs Fußball-Nationalteam ist mit einem 3:1-Erfolg gegen Israel in die Nations League gestartet. Nach dem wichtigen "Dreier" will die ÖFB-Elf am Sonntag (18 Uhr) im ausverkauften Wiener Ernst-Happel-Stadion nachlegen. Es geht gegen den Kosovo und Österreichs Ex-Teamchef Franco Foda.
"Die sind gut, ich gehe davon aus, dass das Spiel schwieriger wird als gegen Israel. Ihr Spiel gegen Irland (1:0) hätte höher ausgehen können", analysierte DFB-Teamchef Rangnick den Gegner. "Sie sind taktisch sehr diszipliniert und kompakt, werden uns sehr viel abverlangen. Sie haben wenige Lücken", meinte der Deutsche weiter, gab aber gleichzeitig die Marschroute vor: "Wir wollen das Spiel auf unsere Seite ziehen. Und dann ist die Ausgangsposition für die beiden Auswärtsspiele richtig gut."
Der angepeilte Sieg muss aber vorerst ohne den neuen ÖFB-Teamkapitän Michael Gregoritsch gelingen. Der war gegen Israel umgeknickt, ist zwar nicht schwerer verletzt, wird zunächst aber nur auf der Ersatzbank Platz nehmen. "Wir müssen heute und morgen noch abwarten. Es ist nichts kaputt, wir werden die Entscheidung aber morgen treffen", so Rangnick. Deshalb beginnt Xaver Schlager mit der Kapitänsschleife am Arm.
Aus dem Rest seiner Aufstellung machte Rangnick ein großes Rätsel. Vor allem auch aus der Torwartposition. "Alexander Schlager wird nicht im Tor stehen", enthüllte der Deutsche, wollte dann aber nicht mit der Sprache herausrücken, wer ihn vertreten werde: "Wir werden nicht alle Karten auf den Tisch legen", schmunzelte der 68-Jährige.
Ehe sich Rangnick dann doch mit einem Augenzwinkern einen Hinweis entlocken ließ: Es werde jedenfalls ein "Junger" spielen, also Lukas Jungwirth vom LASK oder Christian Zawieschitzky von Red Bull Salzburg. Und dieser Torhüter werde danach auch zur U21-Nationalmannschaft reisen, um diese zu verstärken. Selbiges könnte auch für Mittelfeldspieler Vasilije Markovic von der Wiener Austria der Fall sein.