Hütteldorfer reagieren

Rapid verzichtet noch vor Ligaurteil in Derbys auf Fans

Nach dem Pyro-Skandal bei der 0:2-Derbypleite reagieren Rapid und Präsident Wrabetz in einer Stellungnahme und ziehen erste Konsequenzen.
Sport Heute
16.02.2026, 11:59
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Rapid verlor am Sonntag das Derby bei Rivale Austria sportlich verdient 0:2 und verpasste den Sprung in die Top 6. Noch schwerer als die sportliche Niederlage wog aber einmal mehr das Fanverhalten auf der Gästetribüne.

Chaoten warfen in der 90. Spielminute pyrotechnische Gegenstände auf das Spielfeld und in den Familiensektor der Austria, erzwangen eine lange Unterbrechung und brachten das Spiel an den Rand des Abbruchs.

Rapid reagiert am Montagmittag mit einer ersten Entscheidung: In Auswärtsderbys wird der Fansektor künftig nicht mehr voll sein. Das verkündete Klub-Boss Alexander Wrabetz in einer Stellungnahme, in der er sich persönlich von den Pyro-Werfern distanziert (siehe unten: die Aussendung im Wortlaut).

Mehr kommt auf den Klub von der Liga in Form von saftigen Sanktionen zu. Rapid ist nach dem Skandal-Derby 2024 mit einer Massenschlägerei auf dem Rasen des Allianz Stadions ebenso wie die Austria auf Bewährung. Das Derby am Sonntag war das erste mit Auswärtsfans, nachdem sich die beiden Klubs als Sanktion zuvor je zwei Duelle ohne Gästeanhänger auferlegt hatten. Jetzt werden wohl zumindest die drei Spitzenspiele ohne Fans in den Heimsektoren "Block West" und der gegenüberliegenden Fantribüne schlagend. Der Senat 1 der Bundesliga wird ab Montag tagen.

Die Stellungnahme von Rapid

Nach den Vorkommnissen beim 348. Wiener Derby möchte der SK Rapid nachdrücklich feststellen: Bei allem Verständnis für den Frust und die Enttäuschung über die sportliche Negativserie, deren rasche Beendigung das erste Ziel aller Grün-Weißen ist, ist es nicht akzeptabel, dass sich dies in gefährlichen Aktionen wie dem Abfeuern von Böllern oder Leuchtraketen entlädt.

Wie bereits im Vorfeld des Spiels und generell wird der SK Rapid eng mit den Behörden zusammenarbeiten und selbstverständlich jede Unterstützung leisten, um zur Identifizierung jener Personen, die Böller oder Leuchtraketen abgefeuert haben, beizutragen. Diese erwartet dann vom Verein jene Konsequenzen, die diesem möglich sind, sprich Hausverbote und gegebenenfalls der Entzug von Vereinsmitgliedschaften. Als eine erste konkrete Maßnahme wird der SK Rapid bei Auswärtsderbys bis auf Weiteres davon Abstand nehmen, das Kartenkontingent für den Gästesektor abzurufen.

Präsident Alexander Wrabetz sagt: "Wir bedauern diese Vorfälle und distanzieren uns in aller Deutlichkeit davon. Durch das gestrige Fehlverhalten von einer kleinen Minderheit der Anhängerschaft wird dem SK Rapid in einer ohnehin sehr schwierigen Situation zusätzlich geschadet und wir appellieren an alle Rapidlerinnen und Rapidler zum Zusammenhalt. Nur gemeinsam wird es möglich sein, den aktuellen sportlichen Negativlauf zu stoppen und in eine positive Zukunft zu gehen."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 16.02.2026, 14:10, 16.02.2026, 11:59
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