Die traurige Bilanz

Pyro, Verletzte, Randale – über 100 Anzeigen nach Derby

Nach einer Spielunterbrechung wegen geworfener Bengalen beim Wiener Derby kam es rund um den Reumannplatz zu Angriffen auf die Polizei.
Newsdesk Heute
16.02.2026, 14:03
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Das 348. Wiener Derby endete am Sonntagabend in einem handfesten Skandal. Das Duell in der Generali-Arena in Favoriten ist von massiven Zwischenfällen überschattet worden. Nun zieht die Wiener Polizei Bilanz.

Während der Partie kam es im Gästesektor zu zahlreichen Sachbeschädigungen. Zudem wurden im gesamten Stadion von beiden Fanlagern pyrotechnische Gegenstände gezündet. Ein 26-jähriger Mann wurde durch einen Böller leicht verletzt und musste von anwesenden Sanitätern medizinisch versorgt werden.

Kurz vor Spielende eskalierte die Situation: Aus dem Gästesektor wurden zahlreiche pyrotechnische Gegenstände, darunter auch Bengalen, in Richtung Spielfeld und Familientribüne geworfen. Die Begegnung musste daraufhin für rund zehn Minuten unterbrochen werden. Nach der Pause konnte das Derby fortgesetzt und regelkonform beendet werden.

Attacken auf Polizei am Reumannplatz

Auch nach dem Schlusspfiff blieb die Lage angespannt. Im Zuge des Abstroms kam es im Bereich des Reumannplatzes zu gewaltsamen Ausschreitungen von Fans des SK Rapid gegen die Polizei. Teilweise vermummte Personen bewarfen die Einsatzkräfte gezielt mit Pyrotechnik, Glasflaschen, Bechern sowie Stühlen eines Lokals. Dabei wurden auch mehrere Sachbeschädigungen begangen, unter anderem an einem Einsatzfahrzeug. Die Täter sind bislang unbekannt.

Zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit setzten die Einsatzkräfte unter anderem Pfefferspray ein. Bei dem Einsatz wurde eine Polizeibeamtin durch Pyrotechnik verletzt. Sie konnte ihren Dienst nicht fortsetzen.

Polizei will Videos auswerten

Bisher kam es zu 21 strafrechtlichen Anzeigen und 96 Anzeigen nach dem Verwaltungsstrafrecht. Weitere Ermittlungen, vor allem aufgrund des Verdachts des Widerstandes gegen die Staatsgewalt, der versuchten schweren Körperverletzung und der Sachbeschädigung, laufen. Zur Aufklärung der Sachverhalte und zur strafrechtlichen Verfolgung werden unter anderem auch die lokalen Videoüberwachungen ausgewertet.

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