Eiskalter Skandal bei Hitze

Razzia bei Japans Eiscreme-Herstellern

Sechs große Eisproduzenten in Japan stehen im Verdacht, Preisabsprachen getroffen zu haben. Die Behörden ermitteln nun gegen die Unternehmen.
Newsdesk Heute
17.06.2026, 22:38
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In Japan hat die Wettbewerbsbehörde mehrere führende Eiscreme-Hersteller durchsucht. Der Vorwurf: Die Unternehmen sollen als Kartell zusammengearbeitet und die Preise für ihre Produkte künstlich erhöht haben.

Zu den betroffenen Firmen zählen unter anderem Meiji, Morinaga Milk Industry, Lotte, Morinaga, Ezaki Glico sowie Akagi Nyugyo. Gerade in einem Sommer mit Rekordhitze stehen die Preiserhöhungen besonders im Fokus der Ermittler.

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Die Hersteller wurden von der japanischen Wettbewerbskommission durchsucht. Laut dem japanischen Sender NHK sollen die Firmen die Preise für beliebte Desserts mehrfach um 5 bis 10 Prozent angehoben haben – und das über Jahre hinweg.

Unternehmen zeigen sich kooperativ

Die Konzerne beliefern zahlreiche Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte im ganzen Land. Meiji, Glico und Morinaga Milk kündigten in Stellungnahmen an, mit den Behörden umfassend zusammenzuarbeiten. "Wir nehmen diese Inspektion sehr ernst und werden die Untersuchung der Fair Trade Commission voll unterstützen", so Meiji.

Japan leidet derzeit unter besonders hohen Temperaturen. Erst heuer wurde für Tage mit 40 Grad oder mehr das neue Wort ‚kokushobi‘ eingeführt, was so viel wie ‚brutal heiß‘ oder ‚grausam heiß‘ bedeutet.

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