Nach dem Tod eines achtjährigen Kindes in Haibach im Mühlkreis waren am Sonntag nicht nur die Einsatzkräfte gefordert. Für sechs Angehörige begann nach dem tragischen Unfall eine besonders schwere Zeit. Drei Mitarbeiter der Krisenintervention des Roten Kreuzes standen ihnen zur Seite.
Der Achtjährige war bei einem Unfall auf einem landwirtschaftlichen Grundstück ums Leben gekommen.
"Ein totes Kind ist ein Super-GAU, egal welche Einsatzorganisation involviert ist. Alle sind extrem betroffen", sagt Patricia Grasser von der Krisenintervention des Roten Kreuzes im Bezirk Urfahr-Umgebung gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten".
Wenn es möglich ist, begleiten die Mitarbeiter der Krisenintervention bereits jenen Moment, in dem Polizisten den Angehörigen die Todesnachricht überbringen. "Oft realisieren sie gar nicht, was ihnen die Polizei genau schildert", wird Grasser in der Tageszeitung zitiert.
Deshalb stimmen sich die Krisenhelfer mit den Polizisten ab. So können wichtige Informationen später noch einmal erklärt werden.
Im Mittelpunkt steht zunächst die Stabilisierung der Angehörigen. Laut Grasser dauern solche Einsätze bis zu drei Stunden. In einzelnen Fällen können sie aber auch länger notwendig sein.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter unterstützen Betroffene außerdem bei organisatorischen Fragen. Dazu gehören etwa die nächsten Schritte mit einem Bestattungsunternehmen. Das Ziel ist dabei Hilfe zur Selbsthilfe, heißt es in dem Bericht weiter.
Besonders belastende Einsätze gehen auch an den Krisenhelfern nicht spurlos vorbei. Deshalb stehen auch ihnen anschließend Hilfsangebote zur Verfügung.