Klare Worte aus OÖ

Babler weg – SP-Landeschef: "Jetzt nach vorne schauen"

Nach dem Abgang von Andreas Babler meldet sich SPOÖ-Chef Martin Winkler zu Wort: Es gelte jetzt, zusammenzuhalten und nach vorne zu schauen.
Oberösterreich Heute
05.10.2026, 09:40
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Nach einer rund vierstündigen Aussprache mit den Landesparteivorsitzenden und der Bundespartei hat Andreas Babler seinen schrittweisen Rückzug angekündigt. Der SPÖ-Chef will das Vizekanzleramt noch bis zumindest Jahresende ausüben.

Danach soll Finanzminister Markus Marterbauer übernehmen. Dieser konzentriert sich derzeit auf die Heilung seiner Krebserkrankung. Auf Marterbauers Wunsch würde Babler auch danach als Minister in der Regierung bleiben.

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Heute, Montag, reagiert der rote OÖ-Landesrat Martin Winkler auf die Turbulenzen in der Partei: Nach langen und intensiven Gesprächen liege nun eine gemeinsam von allen Parteispitzen getragene Lösung auf dem Tisch. "Das ist wichtig".

Die Personaldebatte habe in den vergangenen Wochen schon zu viel Raum eingenommen. "Jetzt muss wieder das in den Mittelpunkt rücken, worum es in der Politik geht: die Arbeit für die Menschen in Österreich", sagt Winkler.

"Enormer persönlicher Einsatz"

Der Landesparteivorsitzende in Richtung des scheidenden Bundesparteichefs: "Andreas Babler hat in den vergangenen Jahren mit enormem persönlichen Einsatz Verantwortung für unsere sozialdemokratische Bewegung übernommen. Dafür gebührt ihm Respekt und ein aufrichtiger Dank."

Mit Marterbauer übernehme ein erfahrener und hoch angesehener Finanzminister zusätzliche Verantwortung als Vizekanzler. "Er steht für wirtschaftliche Kompetenz, soziale Verantwortung und Verlässlichkeit. Marterbauer ist auch mein Wunschkandidat", erklärt Winkler.

Mit Eva-Maria Holzleitner und Philip Kucher würden gleichzeitig zwei erfahrene und geschätzte Persönlichkeiten Verantwortung tragen: "Beide kennen unsere Partei, beide verfügen über große politische Erfahrung und beide wissen, worauf es jetzt ankommt: die SPÖ zusammenzuführen und wieder voll auf die Anliegen der Menschen zu konzentrieren."

"Leben der Menschen besser machen"

Nach dem Bundesparteitag im Frühjahr 2027 werde die Partei gestärkt aus diesem Prozess hervorgehen. Dann gehe es "nicht mehr um uns selbst", sondern ausschließlich darum, gemeinsam für Arbeitsplätze, für ein leistbares Leben, für eine starke Gesundheitsversorgung und für eine gute Zukunft für die Menschen in Österreich zu arbeiten.

"Jetzt gilt es, zusammenzuhalten, nach vorne zu schauen und gemeinsam wieder das zu tun, wofür Sozialdemokratie da ist: das Leben der Menschen besser zu machen", betont Winkler.

red,05.10.2026, 09:40
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