Die Inflation macht keine Pause. Menschen mit geringem Einkommen dürfen nun in Oberösterreichs zweitgrößter Stadt – Wels (rund 66.000 Einwohner) – zumindest vorübergehend aufatmen: Die Politik stellt einen Weihnachtszuschuss zur Verfügung.
Für Ein-Personen-Haushalte macht die Hilfe 150 Euro aus. Für jede weitere unterhaltsberechtigte Person werden extra 75 Euro ausbezahlt. Der Antrag kann im Rathaus oder online gestellt werden.
Für Menschen, die auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen sind, ist die Teuerung besonders schwerwiegend. Explodierende Treibstoffpreise, steigende Mauten sowie hohe Personal- und Fahrzeugkosten bringen Transporteure zunehmend unter Druck. "Unsere Unternehmen können diese Kostensteigerungen nicht einfach schlucken", warnt Fachgruppenobmann Günther Reder.
Besonders dramatisch ist für ihn die Entwicklung beim Diesel: Seit Jahresbeginn ist der Preis um rund 60 Cent je Liter gestiegen. Für einen Lkw mit einer Jahresfahrleistung von rund 120.000 Kilometern bedeutet das Mehrkosten von über 20.000 Euro pro Jahr. "Hier geht es nicht um ein paar Euro mehr für eine Tankfüllung", so Reder.
Die fixierte Spritpreisbremse begrüßt Reder ausdrücklich. Kurzfristige Maßnahmen allein würden jedoch keine ausreichende Planungssicherheit für Unternehmen schaffen. Der Branchenvertreter fordert etwa eine befristete Aussetzung des CO₂-Preises auf gewerblich genutzten Diesel und eine dauerhafte Reduktion der Mineralölsteuer.
"Andere europäische Staaten zeigen, dass gezielte, längerfristige Entlastungen des gewerblichen Verkehrs möglich sind", betont Reder. Österreich müsse darauf achten, dass die Unternehmen im internationalen Wettbewerb nicht weiter ins Hintertreffen geraten.
Der Wirtschaftskämmerer warnt vor höheren Kosten für Endverbraucher: Wenn Transporte kontinuierlich verteuert werden, schlage sich das zwangsläufig in den Preisen für Waren und Dienstleistungen und damit in einer steigenden Inflation nieder.