Wenig Zeit ohne Krisen

Corona, Krieg – jetzt macht Modehändler für immer dicht

Sieben Jahre nach dem Start ist für einen Modehändler in Wels schon wieder Schluss. Der Inhaber erklärt, warum er den Standort aufgibt.
Oberösterreich Heute
05.10.2026, 16:10
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Erst die Pandemie, dann die wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekriegs: Für Schanda Man in der Welser Pfarrgasse blieb wenig Zeit ohne Krisen. Jetzt hat das Herrenmodegeschäft endgültig geschlossen. Am 30. September wurden die letzten Regale ausgeräumt.

Zwei Standorte bleiben

Gerade einmal ein halbes Jahr sei das Geschäft normal gelaufen, bevor Corona dazwischenkam, schildert der Inhaber gegenüber den "OÖN". Später hätten die Folgen des Ukrainekriegs den Handel zusätzlich belastet.

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Dazu komme eine stärkere Kaufzurückhaltung bei Männern: Ein Geschäft ausschließlich für Herrenmode sei schwieriger zu führen als eines mit einem Angebot für beide Geschlechter.

Der Unternehmer konzentriert sich deshalb künftig auf seine Geschäfte in Kirchdorf und Steyr, die sowohl Damen- als auch Herrenmode anbieten. Den Familienbetrieb mit 15 Mitarbeitern führt er bereits in dritter Generation.

Modegeschäfte ziehen sich zurück

Wels war der kleinste Standort und wurde 2019 als Nachfolger von Gerard Men übernommen. An der Stadt selbst habe es nicht gelegen: Der Besitzer habe sich in Wels wohlgefühlt und schätze deren Einsatz für gute Rahmenbedingungen.

Trotzdem endet nach sieben Jahren das Geschäft in der Pfarrgasse. Die Schließung reiht sich in mehrere Abschiede aus dem Welser Modehandel ein: Auch Winters, Jones und Trachten Thalbauer haben in den vergangenen Jahren zugesperrt.

red,05.10.2026, 16:10