Frankreich zittert

Rechte gegen Linke –  jetzt drohen Straßenschlachten

Frankreich rüstet sich für eine brisante Halloween-Nacht: Rechtsextreme sollen Jagd auf Linke machen. 70.000 Polizisten stehen im Einsatz.
31.10.2026, 06:49
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Kommt es in Frankreich nach Plünderungen, Zerstörungen und Auseinandersetzungen mit der Polizei am 31. Oktober auch noch zu Straßenschlachten zwischen extremistischen Gruppierungen? Grund zur Sorge gibt es jedenfalls. Während Linksextreme die Stimmung anlässlich der bevorstehenden Halloween-Nacht aufheizen, rufen Rechtsextreme zur Jagd auf.

Ziel der Rechtsextremen sollen demnach linksextreme Aktivisten und Andersdenkende sein. Laut Innenminister Laurent Nuñez seien sie bereits in "Städten wie Nizza und Montpellier" in "organisierten Formationen" angerückt und hätten die Ultralinken angegriffen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

70.000 Beamte im Einsatz

Die Polizei sei jedenfalls gerüstet, wie die "Krone" berichtet. Am Donnerstag verkündete der Innenminister, dass rund 70.000 Beamte am Wochenende im Einsatz stehen werden. Ihm zufolge bestehe für die Störung der öffentlichen Ordnung ein "sehr hohes Risiko". Der Halloween-Abend werde für die Einsatzkräfte kompliziert werden. Gleichzeitig betonte Nuñez, dass sich die Lage nicht wirklich von dem unterscheiden werde, was man bisher erlebt habe.

Des Weiteren wies der Innenminister Vorwürfe zurück, wonach die Polizei die rechten geschützt hätte. Man habe nicht mit diesen Gruppierungen zusammengearbeitet. Vielmehr hätten die Beamten den Zusammenstößen der beiden verfeindeten Lager ein Ende gesetzt. Laut Nuñez hätten rechtsextreme, identitäre und nationalistische Gruppen zum Schutz von Läden aufgerufen.

Die französische Linkspartei sprach hingegen davon, dass in Nizza sämtliche Demonstrationen verboten wurden – mit Ausnahme die Aufmärsche der Rechten. Diese wären "mit Messern und Eisenstangen" bewaffnet gewesen und hätten Passanten angegriffen.

Aufmärsche in mehreren Städten

Laut Recherchen der Zeitung "Libération" wären rechte Gruppen in Nizza, Montpellier, Lille, Nantes, Rennes, Dijon, Bordeaux, Bayonne, Tours, Rouen, Toulouse, Caen, Clermont-Ferrand, Lyon, Bordeaux und Brest aufmarschiert. Der Staatsanwaltschaft in Nizza zufolge hätten elf Rechtsextreme Gewalttaten verübt und seien festgenommen worden.

Gleichzeitig kursieren Videos im Netz, die Rechtsextreme in Nancy zeigen sollen, wie sie linke Demonstranten angriffen und sich dann hinter eine Kette der Bereitschaftspolizisten zurückgezogen haben. Danach seien sie gemeinsam mit der Polizei auf die Linken losgegangen.

red, 31.10.2026, 06:49