Red-Bull-Boss geht auf Hamilton los

Red-Bull-Boss Helmut Marko schießt gegen Lewis Hamilton.
Red-Bull-Boss Helmut Marko schießt gegen Lewis Hamilton.imago images
Nach dem furiosen Duell in Saudi-Arabien zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen gehen die Wogen hoch. Der Red-Bull-Boss vermisst Fairness.

Großes Finale! Lewis Hamilton und Max Verstappen gehen punktgleich ins letzte Formel-1-Rennen der Saison am kommenden Sonntag in Abu Dhabi. Der Zweikampf um die WM-Krone ist extrem eng – und schmutzig. 

Beim Großen Preis von Saudi-Arabien krachte es in Runde 37 zwischen den WM-Konkurrenten. Verstappen musste Hamilton vorbei lassen, weil er ihn regelwidrig überholt hatte. Dann kommt es zum Zwischenfall, der am Tag darauf unter Sportfans heiß diskutiert wird: Hamilton rechnet nicht mit einer Bremsung Verstappens, fährt ihm ins Heck.

Beide Autos ramponiert, die Wogen gehen hoch

Beim Mercedes ist der Frontflügel ramponiert, was laut Team 0,4 Sekunden pro Runde kostete. Beim Red Bull wurde der Hinterreifen beschädigt, was zu Speed-Verlust und einer Änderung der Taktik führte.

"Hamilton überlebt eine Schlägerei mit Verstappen"

Die spanische "Marca" schreibt über das brutale Duell, das Hamilton am Ende für sich entscheidet. "Hamilton überlebt eine Schlägerei mit Verstappen, gewinnt und zieht mit ihm vor dem letzten Rennen gleich. Max hätte mit seiner unangemessenen Brems-Aktion die schwarze Flagge verdient, doch er kommt mit einer Strafe von fünf Sekunden davon."

Verstappen ist bereits bei der Siegerehrung stinksauerund sucht rasch das Weite. Später erhält er nach der FIA-Untersuchung von den Stewards eine Fünf-Sekunden-Strafe für den Crash aufgebrummt. Die hat keine Auswirkungen auf das Ergebnis und damit auch nicht auf das WM-Duell.

"Hamilton hat sich einfach verschätzt"

 Red-Bull-Mototsportchef Helmut Marko ärgert das. Er attackiert Hamilton und verteidigt seinen Schützling Verstappen: "Er hat nicht gebremst, damit Hamilton in ihn reinfährt. Hamilton hat sich einfach verschätzt und ist Max ins Auto gefahren. Das hat leider zwei große Cuts in unserem Hinterreifen hinterlassen. Deswegen konnten wir nicht mehr attackieren. Auf der Geraden mussten wir vom Gas, damit wir mit dem Reifen ins Ziel kommen", ärgert er sich.

"Wenn das fair sein soll, weiß ich nicht"

Mehr noch: Er sieht seinen Schützling im WM-Duell nicht zum ersten Mal benachteiligt: "Ich erinnere mich an Silverstone und Budapest. In Silverstone wurde Max von Hamilton abgeschossen, in Budapest gleich beide unserer Autos. Wenn das fair sein soll, weiß ich nicht. Es ist ein Kampf, der sehr hart ist. Aber wir sind mit den Entscheidungen der Rennleitung nicht zufrieden."

Auch den kuriosen Deal in der Box, dass Verstappen nach seinem harten Überholmanöver nach dem ersten Neustart von Platz eins auf drei versetzt wird, ärgert ihn, obwohl Red Bull dem Vorschlag zustimmte. "Die Vorgehensweise ist neu, dass man während des Rennens wie auf dem Basar mitgeteilt kriegt, dass man den Gegner vorbeilassen soll, damit es keine Strafe gibt."

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Lewis HamiltonFormel 1Max Verstappen

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