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Reise ins Weltall wird nun für jeden zugänglich gemacht

Am Donauturm hebt jetzt eine neue VR-Reise ab. Sie bringt Besucher Schwarzen Löchern, fernen Galaxien und dem Astronauten-Gefühl ganz nah.
Heute Entertainment
29.09.2026, 06:45
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Machu Picchu besuchen, die Cheops-Pyramiden erkunden oder einmal durchs Weltall schweben – und das alles, ohne Wien zu verlassen. Genau darauf setzt das Immersive Center Donauturm. Nach Reisen in die Urzeit und zu berühmten Orten der Welt geht es ab 30. September nun noch ein ordentliches Stück weiter: hinaus ins Universum.

"Immersion heißt ja eintauchen", bringt es Geschäftsführer Peter Hosek auf den Punkt. Und genau dieses Eintauchen soll auch Menschen erreichen, die mit klassischen Museen vielleicht weniger anfangen können: "Eine immersive Reise bietet auf jeden Fall einen niederschwelligen Zugang als klassische Museen."

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Einmal Astronaut sein

Bei "Smithsonians STERNENWELTEN" bekommen Besucher ein kabelloses VR-Headset aufgesetzt und können sich anschließend frei durch eine dreidimensionale Welt bewegen. Bis zu sechs Personen gehen gemeinsam auf die rund 40-minütige Reise. Los geht es an einem Observatorium in Arizona, danach führen Hubble, James Webb und Chandra immer tiefer ins All. Auf dem Programm stehen unter anderem Exoplaneten, die Sonne, sterbende Sterne und der Rand eines supermassereichen Schwarzen Lochs.

Die Schau wurde in Zusammenarbeit mit dem Smithsonian Astrophysical Observatory entwickelt und greift dabei auf reale astronomische Daten zurück. Das Ziel: Wissenschaft nicht nur erklären, sondern erlebbar machen.

"Die Szenen selber sind natürlich Geschmackssache, aber die Möglichkeit zu haben, die Perspektive eines Astronauten einzunehmen, ist schon toll", sagt Hosek. Entscheidend sei aber auch, ob man bereit ist, sich auf die virtuelle Welt einzulassen: "Ich glaube, die Erfahrung ist immer davon abhängig, wie sehr man sich auf das Erlebnis einlässt."

Weltreise ohne Flugticket

Für die Betreiber liegt genau darin eine Stärke solcher Formate. Denn die Orte, die virtuell besucht werden, sind im echten Leben für viele Menschen kaum oder gar nicht erreichbar.

"Oft geht sich eine Reise nach Machu Picchu oder zu den Cheops-Pyramiden für viele finanziell nicht aus. Da ist so eine immersive Reise schon eine gute Alternative. Und ähnlich ist es bei den Sternenwelten. Wer kommt schon ins Weltall?"

Eine berechtigte Frage. Hosek selbst würde die virtuelle Reise übrigens sofort gegen das Original eintauschen: "Sofort würde ich einen Flug ins Weltall machen, wenn ich die Möglichkeit hätte. Leider bin ich physisch für diese Belastung aber nicht geeignet."

Mehr als 100.000 Besucher

Dass das Konzept ankommt, zeigen zumindest die bisherigen Besucherzahlen. Kurz vor seinem ersten Geburtstag meldet das Immersive Center Donauturm mehr als 100.000 Gäste seit dem Start im Oktober 2025. Neben der neuen Reise durchs All bleiben auch "Die Urzeit-Chroniken", "Die Cheops-Pyramide" und "Machu Picchu" im Programm.

Doch hinter den spektakulären Bildern steckt auch wirtschaftlicher Druck. Immersive Ausstellungen bewegen sich bewusst zwischen Kultur, Wissensvermittlung und Entertainment.

"Für unsere Projekte gibt es keine finanzielle staatliche Unterstützung. Deshalb muss man schon auch ein bisschen mainstreamiger werden, um als Kultureinrichtung zu überleben", erklärt der CEO.

Und so wird am Donauturm aus Wissenschaft ein Erlebnis – und aus dem Museumsbesuch für knapp eine Stunde eine Reise durch Galaxien. Ganz ohne Raketenstart und Weltraumtraining.

red,29.09.2026, 06:45