Claudia Riegler hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien ein Stück Sportgeschichte geschrieben. Die Snowboarderin ist mit 52 Jahren und sieben Monaten die älteste Teilnehmerin in der Geschichte der Winterspiele und übertraf damit die bisherige Bestmarke von Eisschnelllauf-Legende Claudia Pechstein.
Die ÖSV-Athletin ging am Sonntag im Parallel-Riesentorlauf an den Start und schaffte dabei auch sportlich den Sprung ins Finale der Top 16. Riegler qualifizierte sich als 16., Teamkollegin Sabine Payer zog als Neunte ebenfalls in die Entscheidung ein. Für Martina Ankele endete das Olympia-Debüt hingegen in der Qualifikation.
Riegler absolvierte damit bereits ihr sechstes Olympia-Rennen. Ihre Premiere hatte sie 2002 in Salt Lake City gefeiert, fast 32 Jahre nach ihrem Weltcup-Debüt ist sie nun älter als jede Athletin zuvor bei Winterspielen.
Nach dem Rennen zeigte sich Riegler erleichtert und erfreut. Im ORF sagte sie: "Ich freue mich nach dem verkorksten Jänner sehr, dass ich im Finale bin. Da kann ich es jetzt noch einmal anders anlegen, obwohl ich sicher eine sehr starke Gegnerin haben werde. Dass ich die älteste Teilnehmerin bin, habe ich nicht gewusst. Das freut und ehrt mich. Dass ich jetzt im Finale fahren kann freut mich umso mehr."
Bei den Spielen 2022 in Peking war Riegler nicht im österreichischen Aufgebot gestanden. Viele hatten deshalb nicht mehr mit einem weiteren Olympia-Auftritt gerechnet. In Livigno gelang ihr nun doch noch der historische Start.