Das dünne iPhone Air entwickelt sich zum größten Verlierer im Apple-Sortiment. Im September 2025 noch zu einem Bestpreis von 1.199 Euro gestartet, ist das Gerät 11 Monate später bereits ab 855 Euro erhältlich. Das entspricht einem Wertverlust von 29 Prozent bzw. 344 Euro.
"Ein derart deutlicher Preisrückgang ist für ein iPhone ungewöhnlich. Einen höheren prozentuellen Wertverlust verzeichnete bislang nur das erste iPhone SE aus dem Jahr 2016 mit 34 Prozent, allerdings über einen deutlich längeren Zeitraum von rund zwei Jahren. Innerhalb von elf Monaten hat bisher kein anderes iPhone einen derart hohen Wertverlust verzeichnet", erklärt Mag. Markus Nigl, Vorstandsvorsitzender von Geizhals.at.
Der Grund für den radikalen Verfall liegt vor allem in der schwachen Nachfrage der Käufer. Auf den Plattformen Geizhals.at und Geizhals.de kamen iPhone 17 und iPhone 17 Pro zusammen auf mehr als das 11-Fache der Klicks des iPhone Air.
Die übrigen aktuellen Baureihen präsentieren sich dagegen gewohnt wertstabil. Das reguläre iPhone 17 verlor seit Marktstart lediglich sechs Prozent und sank von 941 Euro auf 880 Euro.
Beim iPhone 17 Pro fiel der Bestpreis von 1.275 Euro um zwölf Prozent auf 1.126 Euro, während das im März 2026 gestartete iPhone 17e mit einem Minus von fünf Prozent (von 699 auf 667 Euro) den geringsten Rückgang verzeichnete.
Dass die Begeisterung der Konsumenten spürbar nachlässt, untermauert auch eine aktuelle Geizhals-Umfrage unter 1.000 Nutzern. Lediglich 19 Prozent der iPhone-Besitzer planen heuer die Anschaffung eines Neugeräts.
"Die Umfrage zeigt, dass viele iPhone-Nutzer deutlich länger bei ihrem Gerät bleiben, als es der jährliche Modellwechsel von Apple vermuten lässt. Der Preis spielt dabei für einen relevanten Teil bereits eine Rolle, neue Funktionen wie künstliche Intelligenz dagegen kaum", erklärt Nigl.
Bei den Nicht-Käufern gaben 72 Prozent an, ihr aktuelles Gerät laufe noch gut genug, 34 Prozent warten bewusst, bis das Gerät tatsächlich defekt ist, und 30 Prozent empfinden ein neues iPhone als schlicht zu teuer.
Wer dennoch zuschlagen will, tut dies meist wegen spürbarer Alterserscheinungen: 59 Prozent klagen über einen schwachen Akku, 35 Prozent über ein zu langsames Gerät und 26 Prozent über eine mittlerweile zu schlechte Kamera. Neue Funktionen wie künstliche Intelligenz gaben dagegen nur 26 Prozent der kaufwilligen Nutzer als Grund an.
Bei der kommenden Keynote dürfte Apple zudem mit gewohnten Traditionen brechen und heuer nur Nachfolger der Pro-Reihe (iPhone 18 Pro und 18 Pro Max) sowie ein erstes faltbares iPhone vorstellen, während das Standard-iPhone 18 erst 2027 folgen soll.
Käufer der neuen Pro-Reihe müssen allerdings mit deutlichen Aufschlägen rechnen. "Speicherbausteine sind in den vergangenen Monaten deutlich teurer geworden, das bekommen aktuell viele Elektronikhersteller zu spüren", so Nigl.
Man gehe davon aus, dass Apple diese Mehrkosten zumindest teilweise weitergibt. Die iPhone 18 Pro Modelle dürften daher teurer werden als ihre Vorgänger, warnt der Geizhals.at-Chef.