Event am 9. September

Diese Neuheiten dürfte Apple jetzt aus dem Hut zaubern

Am 9. September lädt Apple zur großen Herbst-Keynote. Neben neuen iPhones könnte dabei eine jahrelang erwartete Premiere bevorstehen.
Team Wirtschaft
31.08.2026, 20:39
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Für Apple-Fans wird es am 9. September ernst. Der Konzern lädt unter dem Motto "Surprise and shine" zur traditionellen Herbst-Keynote in den Apple Park. Los geht es um 19 Uhr österreichischer Zeit. Übertragen wird die Präsentation unter anderem über Apples Website.

Was Apple zeigen wird, verrät der Konzern vorab wie gewohnt nicht. Das Bild ist wenige Tage vor der Präsentation allerdings ungewöhnlich klar. Vor allem Bloomberg-Reporter Mark Gurman, der bei Apple-Neuigkeiten seit Jahren über hervorragende Quellen verfügt, hat bereits einen ziemlich konkreten Fahrplan skizziert.

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iPhone 18 Pro, Pro Max – und ein neuer Chef

Im Mittelpunkt stehen – neben dem ersten offiziellen Auftritt des neuen Apple-Chefs John Ternus – zunächst das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max. Beide Modelle werden praktisch durchgehend für die September-Keynote erwartet.

Große Änderungen beim grundsätzlichen Design zeichnen sich nicht ab. Dafür dürfte Apple im Inneren ordentlich nachlegen. Als Herzstück gilt der neue A20-Pro-Chip, der erstmals in einem 2-Nanometer-Verfahren hergestellt werden soll. Das verspricht mehr Leistung und zugleich eine höhere Effizienz.

Beim Display wird mit einer kleineren Dynamic Island gerechnet. Im Gespräch sind außerdem ein neuer C2-Mobilfunkchip und ein überarbeiteter Funkchip für WLAN und andere Verbindungen.

Auch bei den Farben dürfte sich etwas tun. Besonders häufig tauchen derzeit Dunkelrot bzw. "Dark Cherry" sowie ein helles Blau in den Berichten auf.

Pro Max könnte besondere Kamera bekommen

Spannend wird es vor allem beim iPhone 18 Pro Max. Gurman deutete zuletzt selbst an, dass Apples leuchtendes Logo auf der Einladung auf eine mechanische Blende bei der Kamera anspielen könnte.

Eine solche variable Blende wäre für das iPhone neu. Dabei lässt sich die Öffnung im Objektiv verändern. Je nach Umsetzung könnte Apple damit unter anderem den Lichteinfall und die Tiefenschärfe stärker beeinflussen.

Mehrere Berichte hatten die Technik ursprünglich für beide Pro-Modelle erwartet. Inzwischen verdichten sich allerdings die Hinweise, dass Apple sie zunächst ausschließlich dem größeren Pro Max spendiert.

Dazu soll ein größerer Akku kommen. Das könnte allerdings dazu führen, dass das Pro Max etwas dicker und schwerer ausfällt als das Vorgänger-Modell.

Das Falt-iPhone könnte allen die Show stehlen

Der eigentliche Star des Abends dürfte aber ein völlig anderes iPhone werden. Gurman bezeichnet Apples erstes faltbares Smartphone als Hauptattraktion der Präsentation.

Apple arbeitet seit Jahren an dem Gerät. Es soll sich wie ein Buch aufklappen lassen und im geschlossenen Zustand ungefähr die Größe eines kompakten Smartphones haben. Berichte sprechen von rund 5,5 Zoll außen und etwa 7,6 bis 7,8 Zoll im aufgeklappten Zustand.

Damit würde Apple erstmals seit dem iPhone X von 2017 wieder eine völlig neue iPhone-Bauform einführen.

Neues Format macht Abstriche nötig

Die extrem dünne Bauweise dürfte allerdings Kompromisse verlangen. Statt auf Face ID soll Apple beim Falt-iPhone auf Touch ID im Einschaltknopf setzen.

Auch bei der Kamera könnte das Modell hinter den Pro-iPhones zurückbleiben. Erwartet werden zwei Kameras auf der Rückseite, ein Teleobjektiv soll hingegen fehlen.

Apple soll zudem großen Aufwand betrieben haben, um die Falte im inneren Display möglichst unauffällig zu gestalten. Gerade dieses Detail gilt bei faltbaren Smartphones bisher als eine der größten technischen Herausforderungen.

Offen ist weiterhin, wie das Gerät tatsächlich heißen wird. "iPhone Ultra" taucht seit Monaten immer wieder auf. Gurman berichtet, dass die Bezeichnung auch intern bei Apple verwendet wird. Ob daraus am Ende tatsächlich der offizielle Produktname wird, ist noch nicht sicher.

Auch beim Preis ist vieles offen. Klar scheint nur: Billig wird das erste Falt-iPhone nicht. In der Gerüchteküche werden Preise von rund 2.000 Dollar und darüber gehandelt.

Selbst nach einer Vorstellung am 9. September könnte es zudem dauern, bis das Gerät tatsächlich in größeren Stückzahlen erhältlich ist bzw. in den Handel kommt. Berichte sprechen von möglichen Verzögerungen bei der Produktion.

Apple Watch Series 12 und Ultra 4

Auch am Handgelenk dürfte Apple nachlegen. Die Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4 gehören laut Gurman ebenfalls zu den erwarteten Fixstartern.

Bei der Series 12 ist kein radikales neues Design zu erwarten. Im Mittelpunkt sollen vielmehr ein neuer Chip sowie Verbesserungen bei Fitness- und Gesundheitsfunktionen stehen.

Für die Series 12 wird außerdem über eine zusätzliche Gehäusevariante aus Keramik spekuliert.

Auch die Apple Watch Ultra 4 dürfte einen neuen Chip und überarbeitete Gesundheitsfunktionen bekommen. Details dazu sind eher spärlich gesät.

AirPods 5 ebenfalls im Rennen

Gute Chancen auf einen Platz bei der Keynote haben auch neue AirPods. Gurman rechnet damit, dass Apple die AirPods 5 in zwei Varianten vorbereitet.

Wie schon bei den AirPods 4 dürfte es eine günstigere Ausführung und ein teureres Modell mit aktiver Geräuschunterdrückung geben.

Im Systemcode von macOS waren zuletzt bereits Hinweise auf zwei entsprechende Modelle aufgetaucht. Welche technischen Verbesserungen sie genau bringen, ist noch offen. Unter anderem wird über einen neuen Chip für besseren Klang und geringere Verzögerungen spekuliert.

Nicht kommen dürften dagegen jene AirPods, die mit kleinen Kameras ausgestattet sind. Apple arbeitet tatsächlich an solchen Modellen, die ihrer Umgebung Informationen für Siri und visuelle KI-Funktionen liefern sollen. Laut Gurman stehen sie aber nicht mehr auf Apples Plan für 2026 und sollen erst 2027 erscheinen.

Auch im Wohnzimmer könnte sich einiges tun

Deutlich unsicherer ist, wie groß Apple seine Smart-Home-Offensive bereits am 9. September aufzieht. Gurman zufolge sollen sowohl ein neuer Apple TV 4K als auch ein neuer HomePod mini für diesen Herbst bereit sein. Deshalb wäre eine Präsentation durchaus plausibel.

Apple bereitet laut Gurman außerdem größere Umbauten in seinen Geschäften für neue Home-Produkte vor. Das könnte darauf hindeuten, dass der Konzern in diesem Bereich mehr vorhat als bloß zwei Produktpflege-Updates.

Besonders interessant ist die seit Jahren kolportierte neue Smart-Home-Zentrale mit Bildschirm. Das Gerät soll als Steuerzentrale für vernetzte Geräte dienen und unter anderem Siri, Musik, Videotelefonie sowie Smart-Home-Funktionen bündeln.

Gurman erwartet den Marktstart zwischen Oktober und Anfang 2027. Eine erste Präsentation bereits bei der September-Keynote hält er immerhin für möglich.

Normales iPhone 18 fehlt wohl

Eine der ungewöhnlichsten Änderungen betrifft ausgerechnet das gewöhnliche iPhone.

Apple soll seinen Veröffentlichungsrhythmus umbauen und die günstigeren Modelle künftig vom Herbst trennen. Deshalb wird für September kein normales iPhone 18 erwartet.

Stattdessen sollen das iPhone 18, das günstigere iPhone 18e und eine neue Generation des iPhone Air erst im Frühjahr 2027 folgen.

Beim nächsten iPhone Air soll Apple unter anderem an einer zweiten Kamera und einer besseren Akkulaufzeit feilen. Auch dieses Gerät dürfte auf den A20-Pro-Chip setzen.

Apple Watch SE unwahrscheinlich

Auch bei der günstigsten Apple Watch dürfte es heuer ruhig bleiben. Die Apple Watch SE wurde erst 2025 erneuert, eine vierte Generation wird für die Keynote deshalb nicht erwartet.

Ähnlich sieht es bei Macs aus. Neue MacBook-Pro- und iMac-Modelle stehen zwar auf Apples Fahrplan, dürften aber nicht Teil der September-Show sein.

Zudem hat Apple hat erst Ende August mit Mac mini und Mac Studio neue Mac-Hardware vorgestellt. Weitere Modelle werden eher für später im Herbst bzw. für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.

Auch ein neues iPad mini mit OLED-Display wird für den Herbst gehandelt, gilt aber eher als Kandidat für Oktober als für die kommende große iPhone-Keynote.

{title && {title} } tmw, {title && {title} } 31.08.2026, 20:39