Das restliche Jahr steht ganz im Zeichen "Aus Alt mach Neu": Im November starten der Sanierungsbonus und die Förderung für den Kesseltausch. Wer kein Haus besitzt, kommt dann im Dezember voll auf seine Kosten. Denn dann geht der Nachfolger des Reparaturbonus an den Start.
1,7 Millionen Mal ließen Österreicher Sachen reparieren, die andernfalls vielleicht weggeworfen worden wären. Die Mittel hierfür kamen zum Großteil von der EU, doch auch der Bund steuerte etwas bei. Am 26. Mai dann der abrupte Stopp: "Der Reparaturbonus muss heute mit sofortiger Wirkung ausgesetzt werden. Die bisher bereitgestellten Mittel sind bereits vollständig ausgeschöpft", ließ das Ministerium verlautbaren.
Im Zuge der Budgetverhandlungen wurde jedoch eine Umgestaltung des Programms in Aussicht gestellt. Jetzt sind die ersten Eckpunkte klar.
Neue Regierung, neuer Minister, neuer Name: Aus Leonore Gewesslers Reparaturbonus wird Norbert Totschnigs "Geräte-Retter-Prämie". Um das Versprechen zu erfüllen, geht sie schon im Dezember wieder an den Start und soll sich vor allem auf Haushaltsgeräte fokussieren. Ziel ist, den Materialverbrauch durch Reparieren zu reduzieren und so die Umwelt zu schonen.
Um ein Ausschöpfen der Mittel zu vermeiden, können fortan nur mehr bestimmte Gerätekategorien zur Reparatur gebracht werden. Fahrräder, E-Bikes und Handys sind daher nicht mehr Teil der Förderaktion. Auch nicht mehr gefördert werden Luxus- und Wellnessgeräte wie Fußsprudelbäder und Massagesessel oder auch Unterhaltungsgeräte wie Karaokeanlagen.
Wie hoch die Förderung ausfallen wird und wie die genauen Rahmenbedingungen lauten, soll in den nächsten Wochen beschlossen werden. Schon jetzt ist Minister Totschnig aber sicher: "Mit der Geräte-Retter-Prämie geben wir einen attraktiven und effizienten Anreiz zur Ressourcenschonung."
Totschnig weiter: "Damit unterstützen wir die sinnvolle Kreislaufwirtschaft und setzen auf Reparieren statt Wegwerfen. So vermeiden wir CO2-Ausstoß und stärken unsere heimischen Betriebe. Wir machen damit nachhaltiges Handeln attraktiver und ermöglichen, dass Geräte, die sonst im Müll landen würden, wieder repariert und weiterverwendet werden."