Das von den Republikanern dominierte Repräsentantenhaus des US-Bundesstaates Missouri hat trotz Einwänden der Demokraten einen Plan zum Neuzuschnitt der Kongresswahlkreise verabschiedet.
Ziel ist es, den Republikanern bei den anstehenden Kongresswahlen einen zusätzlichen Sitz im US-Repräsentantenhaus zu sichern. Der Gesetzentwurf geht jetzt an den Senat des Bundesstaates.
Auf Bestreben von US-Präsident Donald Trump wollen Republikaner in mehreren Bundesstaaten die Wahlkreise so zu ihren Gunsten verändern, dass die Partei ihre Mehrheit bei den Zwischenwahlen im kommenden Jahr ausbauen kann.
Denn die Demokraten müssten nur drei Sitze hinzugewinnen, um die Kontrolle im Repräsentantenhaus zurückzuerlangen. In Texas wurde ein entsprechender Plan bereits im Repräsentantenhaus des Bundesstaates vorangetrieben, und auch in Ohio ist eine Überarbeitung der Wahlkreise zugunsten der Republikaner vorgesehen. Neben Missouri könnten auch Indiana und Florida Veränderungen vornehmen.
Einige demokratisch regierte Bundesstaaten haben signalisiert, sich ebenfalls in die Debatte über die Neuordnung einzuschalten. Bislang ist Kalifornien der einzige Bundesstaat, der konkrete Schritte unternommen hat, um die erwarteten Zugewinne der Republikaner in Texas auszugleichen.