Große Ideen für die Ringstraße: Der ÖAMTC präsentierte sein mutiges 360-Grad-Verkehrskonzept "Platz für alle am Ring" – mit einer echten Innovation: einem Zwei-Richtungs-Radhighway, der Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer klar trennt.
Die Ringstraße ist längst überlastet. Besonders die Radler spüren das: Seit 2014 steigt der Radverkehr stetig. 2024 wurden an den Zählstellen am Opernring knapp 1,8 Millionen Radfahrten registriert – an Spitzentagen bis zu 10.000.
"Der Rad- und Fußverkehr am Ring ist ein Durcheinander mit verwirrendem 'Zickzack-Kurs' für Radfahrende und Fußgänger:innen", warnt ÖAMTC-Verkehrsexperte Matthias Nagler.
73 Unfälle mit Personenschaden unter Beteiligung von Radfahrenden allein 2024 – ein Anstieg von 97 Prozent seit 2018 – zeigen, dass dringend etwas getan werden muss.
Der ÖAMTC zeigt mit dem neuen Plan, wie man Verbesserungen schaffen könnte: Ein baulich getrennter Radweg, durchschnittlich vier Meter breit. "Der Rad-Highway verfügt über eine durchschnittliche Breite von vier Metern. Die bauliche Trennung ermöglicht eine durchgängige Radschnellverbindung, die das Konflikt- und Unfallrisiko um ein Vielfaches reduziert", erklärt Nagler.
Radfahrer bekommen so rund 17.000 Quadratmeter exklusiven Platz. Und auch die Fußgänger profitieren: Die Außenseite der Ringstraße wird zur Flaniermeile mit Bäumen, Grünflächen und Aufenthaltsbereichen.
"Die konsequente Trennung von Fuß- und Radverkehr bringt Vorteile für alle: Mehr Sicherheit und Klarheit in der Verkehrsführung, schnelles Vorankommen, gute Sichtbarkeit und keine Verwirrung mehr, wer welche Fläche benützen darf", unterstreicht Nagler.
Auch der Autoverkehr bleibt präsent – ohne Fahrverbote oder Spurreduktionen. "Unser Konzept ist der beste Beweis dafür, dass die Ringstraße ausreichend Platz bietet, um den Bedürfnissen aller Mobilitätsformen gerecht zu werden – und das ohne Fahrverbote oder Spurreduktionen für den Kfz-Verkehr", betont ÖAMTC-Direktor Ernst Kloboucnik.