Anrainer verzweifelt

Roadrunner in Favoriten – Bezirk prüft neue Maßnahmen

Die Roadrunner-Szene in Wien-Oberlaa sorgt noch immer für Unmut bei den Anrainern. Ein Halte- und Parkverbot hat bisher nur wenig Linderung gebracht.
Wien Heute
05.11.2025, 09:24
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Heulende Motoren, quietschende Reifen: Direkt vor dem Kurpark Oberlaa sorgt ein Roadrunner-Hotspot für Ärger in der Nachbarschaft. Wie "Heute" bereits berichtete, wurde im Sommer ein Park- und Halteverbot umgesetzt, um den Treffpunkt für Autorennen zu entschärfen. Dieses sollte eigentlich helfen, das Problem in der Filmteichstraße in den Griff zu bekommen. Doch noch immer beschweren sich die Anrainer vor Ort über die Roadrunner-Szene.

Anrainer kritisieren Polizei

Das Parkverbot ab 22.00 Uhr hätte das Roadrunner-Problem etwas gemildert, grundsätzlich gebe es aber weiter keine Lösung, meinten Anrainerinnen und Anrainer zuletzt bei einer Bürgerversammlung.

Sie kritisierten gegenüber dem ORF Wien auch die Polizei. Es passiere immer wieder, dass die Polizei nicht sofort reagiere. Ein Betroffener schilderte, dass sich die Leitstelle nach einem Anruf erst zweieinhalb Stunden später gemeldet habe, mit der Entschuldigung, man könne niemanden schicken. "Es gibt auf jeden Fall bei der Funkstelle ein Prioritätsranking, und die Lärmerregung ist nicht ganz oben", sagt dazu Günter Bolland von der Wiener Polizei.

Bezirk prüft zusätzliche Bodenschwellen

Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ) übte im Juli gegenüber "Heute" bereits selbst Kritik an der Situation: "Seitdem das Problem an der Filmteichstraße entstanden ist, hat der Bezirk viele bauliche Maßnahmen gesetzt. Dies war notwendig, da das Innenministerium bis heute nicht für eine faire Aufstockung der Favoritner Polizei sorgt und uns gemessen am österreichischen Durchschnitt doppelt so viele Beamte zustehen würden."

Die Anrainer haben bereits versucht, die Roadrunner in der Nacht persönlich anzusprechen – ohne Erfolg. Man werde beschimpft und bedroht, erzählten Betroffene. Maßnahmen wie ein Nachtfahrverbot, eine fixe Radaranlage oder eine Videoüberwachung werden immer wieder diskutiert, seien aber aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Nun prüft der Bezirk laut Informationen des ORF Wien, ob zusätzliche Bodenschwellen in dem betroffenen Bereich angebracht werden können.

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