Wenn Palatschinkenmaschinen plötzlich zur Kunst werden und Gläser beim Anstoßen Wünsche abspielen, dann ist Roboexotica in Wien. Das Festival, das seit über 25 Jahren Technik und Trinkkultur zusammenbringt, eröffnet am 11. Dezember in der Kunsttankstelle Ottakring – und zeigt erneut, wie vielfältig Maschinen jenseits reiner Funktion sein können.
Zu sehen ist heuer unter anderem ein komplett analoges Morse-Gesellschaftsspiel der Künstlerin Gudrun Schuchmann. Die Teilnehmer bilden gemeinsam Wörter aus Morsezeichen und übertragen so ein digitales System in eine körperliche Form.
Ebenfalls neu: Der "Amalettomat 2.0" von Zwax, ein Gerät, das die Zubereitung von Palatschinken als präzisen, beinahe meditativen Vorgang inszeniert. Mit "Spaß mit Maß 3.0" kehrt zudem ein beliebtes interaktives Projekt von Reinhard Sprung zurück, das Humor mit einem reflektierten Blick auf Konsumkultur verbindet. "Wir wollen Kunst und Technologie so zeigen, wie man sie sonst nie erlebt: schräge Maschinen, soziale Interaktion, kulinarischer Witz und echte Innovation – alles an einem Ort", sagt Günther Friesinger, künstlerischer Leiter der Roboexotica.
Studierende der FH JOANNEUM präsentieren zwölf weitere Projekte, darunter AR-unterstützte Cocktailspiele und poetische Screen-Installationen. Beispiele sind "Toastiology", ein akustisches Wunscharchiv, und "Cocktail Aquarium", ein spielerischer Generator für ungewöhnliche Drinks.
Zum Abschluss findet am 14. Dezember die Matinée "Weinsprache & Schnapsgedicht" statt. Autorinnen und Autoren der Universität für angewandte Kunst lesen unter dem Motto "(NICHT) NÜCHTERN" Texte über Sprache, Rausch und Genuss.