Soll Mediziner entlasten

Roboter führen OP-Schnitte durch – bald gängige Praxis

Schon jetzt mischen zwei Roboter in NÖ-Spitälern mit. Durch die Maschinen sollen Patienten weniger Blutverlust im OP erleiden, heißt es.
Victoria Carina  Frühwirth
04.01.2026, 06:00
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Moderne Technik soll Operationen schonender machen und Ärzte entlasten: Niederösterreich investiert weiter in robotergestützte Chirurgie. Künftig sollen an fünf Klinikstandorten sogenannte DaVinci-OP-Roboter im Einsatz sein. Zwei Systeme arbeiten bereits, drei weitere folgen schrittweise.

Mit OP-Roboter weniger Blutverlust

Der OP-Roboter ist kein autonomer Arzt, sondern ein hochpräzises Werkzeug – gesteuert von einem erfahrenen Chirurgen. Der Vorteil der Maschine: kleinste Schnitte, weniger Blutverlust, geringere Schmerzen und meist kürzere Krankenhausaufenthalte.

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Zudem ermöglicht das System besonders feine Bewegungen – oft spricht man von der sprichwörtlich "ruhigeren Hand".

Diese weltweit erstmals durchgeführte Nieren-OP-Technik fand 2023 im LK Wiener Neustadt statt.
NÖ LGA – Landesklinikum Wiener Neustadt

Bereits heute sind DaVinci-Roboter in den Landeskliniken St. Pölten und Wiener Neustadt im Einsatz. Der Einsatz in Wiener Neustadt 2023 (Trennung einer Hufeisen-Niere) war sogar der erste OP-Eingriff seiner Art mit dem DaVinci-Roboter!

"Wir haben nun die Standorte definiert, wo weitere Operationsroboter eingesetzt werden sollen", erklärt Elisabeth Bräutigam, Vorständin der Landesgesundheitsagentur (LGA). Diese betreibt alle Landeskliniken in Niederösterreich. Ziel seien insgesamt fünf Standorte mit derartigen Robotern. Allerdings würden die Systeme nicht gleichzeitig installiert: Schulungen und Erfahrung seien entscheidend.

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Kremser Ärzte üben jetzt schon mit Roboter

Als nächster Standort ist die Klinik Krems vorgesehen. Dort soll in absehbarer Zeit ein weiterer OP-Roboter in Betrieb gehen. Ärzte aus Krems sammeln bereits jetzt Praxis, indem sie in St. Pölten mit dem System arbeiten und entsprechend geschult werden.

Auch Mistelbach steht auf der Liste. Dort werde derzeit noch festgelegt, in welchen medizinischen Bereichen der Roboter eingesetzt werden soll. Ein weiterer Standort ist Horn. Dafür müsse jedoch zuerst Platz geschaffen werden, insbesondere für die Umsiedlung der Urologie. "Die Urologie ist ein Haupteinsatzgebiet des Roboters", so Bräutigam.

Mit dem schrittweisen Ausbau will das Land modernste Medizin anbieten – und gleichzeitig sicherstellen, dass Personal und Infrastruktur optimal vorbereitet sind.

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