Für das rot-weiß-rote Rodel-Team begannen die Olympischen Winterspiele in Cortina optimal. Jonas Müller raste im Eiskanal zu Silber. "Das ist die Krönung, das absolute Highlight", jubelte der 28-Jährige mit Tränen in den Augen.
Müller, im Gesamtweltcup Zweiter, ging als Mitfavorit ins Rennen. Eine ähnliche Rolle nimmt bei den Damen Lisa Schulte ein. Die 25-Jährige führt im Weltcup, greift am heutigen Montag (1. und 2. Lauf) und am Dienstag (3. und 4. Lauf) nach Edelmetall.
"Ich weiß, dass ich es schaffen kann, aber ich weiß auch, dass es viele andere Damen im Feld gibt, die das auch können", sagt Schulte im "Heute"-Interview.
Was entscheidet über Gold, Silber und Bronze? "Es müssen viele Faktoren zusammenspielen. Der Start ist ganz wichtig, da muss man viel Schwung mitnehmen. Und das Material muss natürlich passen. Man muss so flach wie möglich auf der Rodel liegen, aerodynamisch sein, ohne viel von der Bahn zu sehen, runterfahren. Je besser das alles passt, umso schneller ist man", verrät Schulte die Erfolgsformel.
Die Damen rasen mit rund 130 km/h den Eiskanal abwärts. Geschützt sind sie dabei kaum. "Wir haben nur eine dünne Skiunterwäsche an und darüber den Rodelanzug, der auch nur ein, zwei Millimeter dick ist. Sonst haben wir nur noch den Helm."
Sprich: Mut ist gefragt. "Wobei ich mittlerweile ziemlich furchtlos bin", verrät Schulte. "Mittlerweile habe ich so viel Erfahrung, dass ich ohne Angst fahren kann."
Abgesehen von den eigenen Einsätzen, will die Einzel-Weltmeisterin von 2024 die Winterspiele in vollen Zügen genießen. "Die Ski-Damen sind ja auch bei uns in Cortina, vielleicht geht sich da ein Rennen aus. Ich bleibe jedenfalls mit zwei Freundinnen noch länger, wir fahren nach Mailand, schauen uns vielleicht Eishockey an. Davor hätten wir geplant, beim Langlaufen und Biathlon zuzusehen. Ich möchte alles mitnehmen, was geht – weil so schnell kommt die Chance nicht mehr."
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