Nach knapp zwölf Jahren an der Spitze des 6. Wiener Gemeindebezirks (Mariahilf) zieht sich der sozialdemokratische Bezirksvorsteher Markus Rumelhart aus gesundheitlichen Gründen aus der aktiven Bezirkspolitik zurück – "Heute" berichtete.
Wie der SPÖ-Landtagsklub am Montag in einer Aussendung mitteilte, leide der Politiker an einem Burn-out: "Seit vielen Monaten führe ich nun einen Kampf für meine Gesundheit. Mein Wille, gemeinsam mit den Mariahilfer*innen unseren großartigen Bezirk im Sinne sozialdemokratischer Werte zu gestalten, ist nach wie vor groß, aber die Diagnose 'Burn-out' der Ärzte ist leider unmissverständlich", wird Rumelhart zitiert. Als seine designierte Nachfolgerin fungiert Julia Lessacher.
"Wir konnten mit Markus Rumelhart immer konstruktiv, kollegial und auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Das Wohl der Menschen in Mariahilf stand für ihn immer an vorderster Stelle. Dafür gebührt Markus Rumelhart unser Dank", so Paul Stein (Grüne), stellvertretender Bezirksvorsteher von Mariahilf.
Auch die Neos danken Rumelhart für seinen langjährigen Einsatz: "Als die Neos 2015 erstmals in die Mariahilfer Bezirksvertretung eingezogen sind, war eines meiner ersten Gespräche ein persönliches Treffen mit Markus Rumelhart. Ich habe ihn als jungen, offenen und empathischen Lokalpolitiker mit klaren Visionen für Mariahilf erlebt. Seine Begeisterung für den Bezirk war ansteckend", sagt Elisabeth Kattinger, Klubvorsitzende der Neos Mariahilf.
ÖVP-Bezirksparteiobmann Gerhard Hammerer wiederum betont: "Trotz unterschiedlicher politischer Zugänge auf Stadtebene war das Miteinander im Bezirk stets von Respekt, Fairness und Handschlagqualität geprägt. Markus Rumelhart war präsent und hatte immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen. Besonders schätze ich, dass auch Ideen und Vorschläge der ÖVP Mariahilf im Sinne der Anrainerinnen und Anrainer aufgegriffen wurden."
Die FPÖ Mariahilf stehen "in dieser Situation zunächst die menschlichen Aspekte im Vordergrund". "Unabhängig von politischen Unterschieden wünsche ich Markus Rumelhart gute Besserung sowie alles Gute für seine persönliche Zukunft. Gesundheit und persönliches Wohlergehen haben immer Vorrang", erklärt FPÖ-Bezirksparteiobmann Leo Lugner.