Turbulenter Baku-GP

Russell fährt allen davon, Red-Bull-Stars auf Stockerl

George Russell hat nichts anbrennen lassen. Der Mercedes-Star fuhr im Grand Prix von Aserbaidschan einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg ein.
Sport Heute
26.09.2026, 14:43
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Russell hatte schon im Qualifying den Rest des Feldes deklassiert. Im Großen Preis in den Straßenschluchten von Baku ließ der Brite nichts anbrennen. Dahinter fuhren die beiden Red Bulls von Max Verstappen und Isack Hadjar aufs Stockerl. Der Franzose gab sein Comeback-Rennen nach seiner Handgelenksverletzung. Dem Vierfach-Weltmeister fehlten nach einer engen letzten Runde nur zwei Zehntelsekunden zum Sieg.

Punkte holten Ferrari-Star Charles Leclerc als Vierter, WM-Leader Andrea Kimi Antonelli, der von Startplatz 16 aus als Fünfter Schadenersatz betrieb, Lewis Hamilton im zweiten Ferrari, die Haas-Piloten Esteban Ocon als Siebter und Oliver Bearman auf Rang neun, Racing-Bulls-Fahrer Arvid Lindblad als Achter und Audi-Fahrer Nico Hülkenberg auf Platz zehn. Antonelli hat in der Fahrer-Weltmeisterschaft nun noch 66 Punkte Vorsprung auf Russell.

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Im turbulenten Grand Prix mit zwei hintereinander folgenden Safety-Car-Phasen schieden die Alpine-Piloten Franco Colapinto und Pierre Gasly, McLaren-Star Lando Norris, Williams-Fahrer Alexander Albon, die Aston Martins von Fernando Alonso und Lance Stroll aus.

Das Rennen wurde aufgrund eines nationalen Gedenktags in Aserbaidschan am Sonntag bereits einen Tag zuvor abgehalten.

Russell siegt, Red Bull mit Aufholjagd

Mercedes-Star Russell ließ vom Start weg nichts anbrennen, zog sofort davon und schüttelte den Rest des Feldes schnell ab. Dahinter überholte McLaren-Mann Piastri gleich in Kurve eins den von Startplatz zwei ins Rennen gegangenen Ferrari von Leclerc. Der Monegasse musste in Runde vier dann beide Red Bulls vorbeilassen: Erst Isack Hadjar, dann den von Platz acht ins Rennen gegangenen Verstappen – die Bullen lagen da auf den Plätzen drei und vier.

In Runde sieben wurde Verstappen dann auf der langen Start-Ziel-Geraden elegant an seinem Teamkollegen vorbeigewunken. Dahinter ermöglichte ein Norris-Verbremser Hamilton im Ferrari das Überholmanöver in der 18. Runde auf Rang sechs, direkt hinter Leclerc.

Nach 20 Runden wurde es dann zwischen den beiden Red-Bull-Fahrern brenzlig. Hadjar machte Druck, forderte sein Team am Boxenfunk auf, dass Verstappen schneller fahren solle. Der hatte mit seinen Reifen zu kämpfen, sein französischer Teamkollege beschwerte sich rundenlang mehrmals, stellte klar, dass er schneller fahren könnte. Verstappen wollte derweil schon zum Reifenwechsel in die Box fahren, das lehnte sein Team allerdings ab – die Gefahr eines danach folgenden Safety Cars war zu groß. Piastri auf Rang zwei konnte die Red-Bull-Unstimmigkeiten derweil nicht nützen, um sich deutlich abzusetzen. Derweil touchierte Russell in Runde 25 leicht die Bande, dies hatte aber keine Auswirkungen.

Das Safety Car gab es dann tatsächlich in der 31. Runde, nachdem zuvor Alexander Albon im Williams wild abgeflogen war. Beim Re-Start nach vier Runden schnappte sich Verstappen dann Piastri, ehe es dahinter erneut turbulent zugegangen war: Alpine-Fahrer Colapinto verbremste sich komplett, räumte seinen Teamkollegen Gasly ab, der nahm dann Norris mit – sie alle schieden aus.

Als das Rennen dann wieder freigegeben wurde, klebte Verstappen in Russells Getriebe, konnte dem Mercedes-Star aber nicht mehr gefährlich werden. Derweil hatte sich Piastri in Kurve eins verbremst und war ganz weit zurückgerutscht – auf Rang 14. Derweil gelang WM-Leader Antonelli die Aufholjagd nach dem verpatzten Qualifying. Und das, obwohl der Mercedes-Star beim Start nichts riskiert hatte und sogar noch Plätze verlor, dann aber aufholte. Nach 18 der 51 Runden war er in den Top Ten, am Ende wurde er Fünfter.

Schon in der nächsten Woche geht es mit dem Grand Prix von Bahrain in Malaysien weiter.

red,Akt. 26.09.2026, 14:55, 26.09.2026, 14:43