Ein Flug nach Mallorca endete für den deutschen AfD-Bundestagsabgeordneten Marcel Queckemeyer noch vor dem Start. Die Fluggesellschaft Ryanair verweigerte dem Politiker am Flughafen Münster/Osnabrück die Beförderung. Der Grund: Queckemeyer soll sich gegenüber einem Mitarbeiter danebenbenommen haben.
Der Vorfall ereignete sich bereits am 18. Oktober am Flughafen Münster/Osnabrück in Greven. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtete, soll der AfD-Politiker am Gate gepöbelt und einen Mitarbeiter mit türkischen Wurzeln beleidigt haben. Für Queckemeyer war die Reise damit vorzeitig beendet. Die Maschine hob ohne ihn in Richtung Palma de Mallorca ab.
Die Fluggesellschaft bestätigte den Rauswurf gegenüber dem WDR. "Diesem Passagier wurde aufgrund seines störenden Verhaltens vom Gate-Mitarbeiter am Flughafen Münster zu Recht die Beförderung auf diesem Flug von Münster nach Palma de Mallorca verweigert", erklärte ein Sprecher.
Ryanair machte zudem deutlich, dass man bei Zwischenfällen dieser Art keine Ausnahmen macht. Das Unternehmen verfolge eine strikte "Null-Toleranz-Politik gegenüber Fehlverhalten von Passagieren".
Die Fluggesellschaft werde auch weiterhin konsequent gegen ungebührliches Verhalten vorgehen. Ziel sei es, dass Passagiere und Besatzung in einer respektvollen und stressfreien Umgebung reisen können. Was genau Queckemeyer zu dem türkischen Mitarbeiter gesagt haben soll, wurde nicht bekanntgegeben.