Im Streit um abgesagte Auftritte während der Corona-Pandemie hat ein Opernsänger vor Gericht erneut eine Niederlage kassiert. Das Arbeits- und Sozialgericht Wien wies die Klage gegen die Salzburger Festspiele auch in zweiter Instanz ab.
Der Sänger, Mitglied der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, hatte den Festspielen vorgeworfen, Künstlern wegen pandemiebedingt abgesagter Veranstaltungen Schadenersatz zu schulden. Die Forderung blieb jedoch auch vor dem Berufungsgericht erfolglos.
Bei den Festspielen zeigt man sich über den Ausgang wenig überrascht. Kaufmännischer Direktor Lukas Crepaz sagt: "Wir haben das von Anfang an erwartet, weil wir gewusst haben, dass diese Klage eine medial inszenierte Aktion war." Schon zuvor sei von einer Musterklage die Rede gewesen. Crepaz betont, dass sich die Vorwürfe nicht bestätigt hätten: "In dem Fall ist es für uns gut, dass das endgültig erledigt ist."
Ganz vorbei ist der Rechtsstreit aber noch nicht. Der Verein "art but fair", der hinter der Klage steht, kündigte bereits an, erneut vor Gericht ziehen zu wollen. Wie der ORF berichtet, soll nun eine weitere Berufung folgen. Der Corona-Streit rund um abgesagte Kulturauftritte beschäftigt die Gerichte damit wohl noch länger.