Salzburg holt den ersten österreichischen Sieg im internationalen Geschäft in der Saison – die "Bullen" starten in die Ligaphase der Europa League mit einem Dreier bei Levski Sofia, siegen nach einem kompletten Auftritt verdient mit 1:0. Das Goldtor erzielte Star-Stürmer Haris Tabakovic (39.) per Abstauber.
Christian Ilzers TSG Hoffenheim war im Parallelspiel gegen OFI Kreta klar überlegen, dominierte fast über die gesamte Spieldauer – und blamierte sich dennoch im Auftaktspiel der Europa-League-Saison mit 0:2. Weil das Heimteam aus Griechenland defensiv Beton anrührte, kompakt verteidigte und in der Offensive aus wenig viel machte. Aitor Cantalapiedra (30.) brachte OFI in Führung, Giorgios Kanellopoulos (84.) sorgte für die Entscheidung.
Dabei offenbarte vor allem die Defensive des österreichischen Trainers große Schwächen: Beim 1:0 reichte ein langer Abschlag des Tormanns, um die gesamte deutsche Mannschaft auszuhebeln. Ozan Kabak rutschte im entscheidenden Duell zudem weg und ermöglichte damit den ersten Gegentreffer. Die Entscheidung fiel nach einer Ecke. Flanke an den kurzen Pfosten, starker Kopfball ins kurze Eck – 2:0 und damit die Entscheidung.
In Sofia sahen die Zuschauer in der ersten Hälfte ein Spiel geprägt von vielen Ballverlusten und vielen Zweikämpfen im Mittelfeld – ein richtiger Spielfluss kam nicht zustande. Und dann gingen die Salzburger in Führung: Tabakovic (39.) bewies beim 1:0 einmal mehr seinen Stürmer-Instinkt, stand nach einer unglücklichen Abwehraktion dort, wo ein Stürmer stehen muss, und schob aus kurzer Distanz ein. Zuvor hätte der Stürmer schon die Führung erzielen müssen, Goalie Vutsov parierte jedoch glänzend.
Kitano (49.) hatte kurz nach Wiederanpfiff die Riesen-Chance aufs 2:0 – schoss aber alleine vorm Tor jedoch Vutsov an. Dann übernahm das Heimteam das Ruder und drückte Salzburg phasenweise tief in die eigene Hälfte. Offensiv kam vom Team von Danny Röhl fast gar nichts mehr – dafür präsentierte sich sein Team gegen den Ball zweikampfstark und kompakt. Und wenn es doch brenzlig wurde, war ÖFB-Talent Christian Zawieschitzk zur Stelle. Das belegt auch ein Blick in die Statistiken: Sofia gab keinen einzigen (!) Torschuss ab und hatte lediglich eine Großchance die Salzburgs Goalie vereitelte.