Flex Titanium-Technologie

Samsung will den Knick fast verschwinden lassen

Samsung stellt eine neue Display-Technologie vor: Titan soll faltbare Smartphones robuster machen und den Knick im Display deutlich verringern.
Rene Findenig
15.07.2026, 18:12
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Faltbare Smartphones werden jedes Jahr dünner, leichter und widerstandsfähiger. Dennoch bleibt ein Detail für viele Nutzer ein Kritikpunkt: die sichtbare Falte im Display. Dieses Problem will Samsung mit einer neuen Display-Technologie angehen. Das Unternehmen hat die "Flex Titanium"-Technologie vorgestellt, die in der nächsten Generation der Galaxy-Foldables zum Einsatz kommen soll. Nach Angaben des Herstellers baut die Entwicklung auf sieben Generationen faltbarer Smartphones auf. Durch eine neue Displaykonstruktion soll auch das Seherlebnis verbessert werden.

Gleichzeitig verspricht Samsung eine höhere Stabilität und eine weniger auffällige Falte in der Bildschirmmitte. Herzstück der neuen Technik sind zwei Bauteile aus Titan. Samsung kombiniert eine dünne Schicht aus einer Titanlegierung mit einer Titanplatte innerhalb der Displaystruktur. Gemeinsam sollen beide Komponenten dafür sorgen, dass das Display stabil, flexibel und möglichst flach bleibt. Titan gilt als besonders robustes Material und wird unter anderem in der Raumfahrt eingesetzt. Seine hohe Festigkeit macht den Einsatz in einem faltbaren Smartphone allerdings technisch anspruchsvoll.

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Neue Konstruktion soll den Bildschirm glätten

Das Material muss schließlich tausende Klappvorgänge überstehen und gleichzeitig in ein nur wenige Millimeter dünnes Gerät passen. Samsung erklärt, dass die Titanlegierung direkt unter dem OLED-Panel eingebaut wird. Dadurch werde das Display von innen verstärkt. Nach Unternehmensangaben besitzt diese Schicht eine etwa 20-mal höhere mechanische Steifigkeit als eine vergleichbare Polymerschicht. Gleichzeitig sei sie extrem dünn und messe nur rund ein Drittel der Dicke eines durchschnittlichen menschlichen Haares. Unterhalb dieser Schicht kommt eine Titanplatte zum Einsatz.

Sie stützt das gesamte Displaymodul und soll für mehr Stabilität sorgen. Gleichzeitig wurde laut Samsung die Verbindung zwischen Display und Trägerplatte verändert. Luftspalte innerhalb der Konstruktion sollen dadurch entfallen, was dem Bildschirm im aufgeklappten Zustand zusätzliche Stabilität verleiht. Die neue Bauweise soll außerdem dazu beitragen, dass die typische Falte im Display weniger sichtbar wird. Gleichzeitig soll das Gerät seine Flexibilität behalten und häufiges Auf- und Zuklappen problemlos überstehen. Samsung verspricht jedoch nicht nur Verbesserungen bei der Stabilität.

Von AMOLED-Displays zu Falt-Bildschirmen

Auch die Bildqualität soll profitieren. Das Unternehmen spricht von einer neuen Displayarchitektur in Verbindung mit organischen Materialien der nächsten Generation. Dadurch sollen Inhalte besonders lebendig dargestellt werden, während gleichzeitig der Energieverbrauch sinke. Nach Angaben des Herstellers soll sich dadurch die Energieeffizienz des Displays insgesamt verbessern. Konkrete technische Werte oder Messungen nennt Samsung allerdings noch nicht. Nach eigenen Angaben hat Samsung die Entwicklung faltbarer Displays über mehrere Jahre hinweg konsequent weiterentwickelt.

Samsung verweist auf die Einführung von AMOLED-Displays im Jahr 2007 und die Entwicklung flexibler Bildschirmtechnologien. Auch Rückmeldungen von Nutzern seien berücksichtigt. Viele wünschten ein großes Display mit einer kaum sichtbaren Falte, ohne auf Stabilität oder eine kompakte Bauweise zu verzichten. "Samsungs Stärke in der Kategorie der Foldables ergibt sich aus der Verbindung von Nutzerbedürfnissen mit unseren Technologien, die greifbare Vorteile im Alltag bieten", so Sunghoon Moon, Executive Vice President und Senior Executive des Mobile R&D Office – H/W bei Samsung Electronics.

Galaxy-Unpacked-Event am 22. Juli

"Für die nächste Generation von Samsung Foldables nutzt Samsung seine jahrelange Expertise, um die Geräte mit Display-Innovationen zu versehen, die das Nutzungserlebnis durch herausragende Seheigenschaften verbessern." Auch Samsung Display hebt die technischen Herausforderungen hervor. "Durch die Einführung von komplexen Löchern mit Mikromuster im Faltbereich der Titanplatte konnten wir erfolgreich Biegsamkeit mit robuster Strapazierfähigkeit sicherstellen", sagt Kyung-Jin Yoo, EVP und Leiter des Teams für mobile Display-Produktentwicklung bei Samsung Display.

"Durch die Verbindung einer hochauflösenden Display-Architektur mit neuen organischen Materialien, die die Energieeffizienz maximieren, werden wir die Wettbewerbsfähigkeit der faltbaren Galaxy Geräte der nächsten Generation weiter stärken." Die neue "Flex Titanium"-Technologie soll erstmals mit der kommenden Generation der Galaxy-Foldables auf den Markt kommen. Welche Geräte die neue Displaykonstruktion erhalten und welche weiteren Neuerungen geplant sind, will Samsung beim kommenden Galaxy-Unpacked-Event am 22. Juli 2026 bekannt geben.

{title && {title} } rfi, {title && {title} } Akt. 15.07.2026, 18:15, 15.07.2026, 18:12
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