"Hat mich mitgenommen"

Sarrazin stürzte selbst, sah nun heftigen Kitz-Abflug

Große Sorge um den französischen Skifahrer Ken Caillot. Der 27-Jährige stürzte vor den Augen seines Landsmannes Cyprien Sarrazin.
Sport Heute
21.01.2026, 15:57
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Die Streif hat wieder ihre Zähne gezeigt, warf den Franzosen Caillot im zweiten Trainingslauf am Mittwoch brutal ab. Der 27-Jährige kämpfte um einen Startplatz im Aufgebot der "Bleus" für den Super-G am Freitag und die klassische Abfahrt am Samstag, kam aber bereits in der Mausefalle schwer zu Sturz.

Caillot verlor bereits vor dem Sprung in die Mausefalle die Balance, stürzte und flog die gefährliche Schlüsselstelle hinab. Danach rutschte der Franzose dann den Abhang hinunter, blieb im Schnee liegen, sein Airbag hatte sich geöffnet. Ersten Meldungen zufolge soll der Franzose stets bei Bewusstsein gewesen sein. Trotzdem stieg der Rettungshubschrauber auf, um den 27-Jährigen zu bergen.

Eine erste Diagnose bei Caillot ist noch ausständig, Untersuchungen laufen.

Sarrazin war vor Ort

Mit Cyprien Sarrazin verfolgte ein Landsmann Caillots den Sturz mit eigenen Augen. Der so schwer gestürzte Star-Abfahrer, der um sein Renncomeback kämpft, stand während des Trainings am Fuße der Mausefalle. Genau dort, wo Caillot schließlich zum Liegen kam.

"Es war nicht leicht, Ken stürzen zu sehen. Das hat mich wirklich mitgenommen", erzählte Sarrazin dann der "Daupiné Libéré".

Sarrazin selbst weiß freilich um die Gefährlichkeit des Abfahrtssports. Er kam auf der berüchtigten Stelvio von Bormio, auf der im Februar um Olympia-Gold gefahren wird, ebenso im Abschlusstraining für die Abfahrt zu Sturz. "Ich wäre fast gestorben", erzählte der Franzose später über den heftigen Abflug im Dezember 2024. Der Abfahrts-Star erlitt damals eine Hirnblutung, musste sofort operiert und in ein künstliches Koma versetzt werden, kämpft seither um die Rückkehr auf die Piste. Im Herbst erklärte Sarrazin aber, bei seinem Comebackplan nichts überstürzen zu wollen. Er hatte schon da bekannt gegeben, die Saison auslassen zu wollen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.01.2026, 16:12, 21.01.2026, 15:57
Jetzt E-Paper lesen