Skisprung-Drama um ein Super-Talent! Bei der Quali fürs Skifliegen verlor Kacper Tomasiak am Sonntag in Vikersund nach der Landung die Kontrolle und den rechten Ski, krachte im Auslauf zu Boden und schlug mit dem Kopf auf.
Der Pole blieb regungslos liegen, wurde erstversorgt und dann abtransportiert. Erste Untersuchungen direkt an der Schanze ergaben laut Betreuern keine Knochen- oder Muskelverletzungen. Weil aber eine Gehirnerschütterung nicht ausgeschlossen werden konnte, kam Tomasiak zur weiteren Abklärung ins Spital.
"Er springt hier auf, das machen viele Sportler falsch. Das ist hier ein ewig langer Hang, da schaltet er im Kopf schon ab und bei dieser langen Fahrt nach unten frisst es ihm den linken Ski. Da hat er überhaupt nicht mit einem Sturz gerechnet, schade um den jungen Mann", kommentierte "Eurosport"-Experte Werner Schuster den Unfall live.
Der Teammanager der polnischen Mannschaft gab später Entwarnung: Tomasiak sei mit einem blauen Auge davongekommen. Auch der 19-Jährige selbst meldete sich via Instagram: "Glücklicherweise ist alles in Ordnung, danke für die Unterstützung."
Polens Nationaltrainer Maciej Maciusiak rechnet trotzdem mit einem vorzeitigen Saisonende: Tomasiaks Saison sei "wahrscheinlich vorbei", so Maciusiak, "wir müssen jedoch die Entscheidungen abwarten."
Die Qualifikation wurde abgebrochen, der Bewerb am Sonntag wegen der schwierigen Windverhältnisse ganz abgesagt. Tomasiak hatte bei den Olympischen Spielen im Februar für Furore gesorgt: Er holte Bronze auf der Großschanze, Silber von der Normalschanze und noch eine Silbermedaille im Super-Team.