Warnung vor Trump-Verbindung

"Schadet Fußball!" Ex-Fifa-Boss geht auf Infantino los

Gianni Infantino löste mit seinen Plänen, die Weltmeisterschaft zu verkaufen, eine Welle der Wut aus. Jetzt stellte sich auch Sepp Blatter gegen ihn.
Sport Heute
29.07.2026, 19:26
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Jetzt meldet sich auch Sepp Blatter zu Wort: Der frühere FIFA-Präsident hat die Pläne seines Nachfolgers Gianni Infantino, Anteile an den Rechten der Weltmeisterschaft an Investoren zu verkaufen, deutlich verurteilt.

"Niemand hat das Recht, unseren Sport zu verkaufen", schrieb der 90-Jährige auf der Plattform X. Besonders kritisch sieht Blatter die mutmaßliche Beteiligung von Personen aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Die enge Beziehung zwischen dem FIFA-Präsidenten und dem US-Präsidenten hat eine finanzielle Dimension angenommen, die dem Fußball erheblich schaden wird", erklärte der Schweizer.

"Keiner von uns besitzt den Fußball"

Blatter ist mit seiner Kritik nicht allein. Bereits zuvor hatte die UEFA die Pläne scharf attackiert und dem Weltverband einen Tabubruch vorgeworfen. "Die Seele und die Führung des Fußballs sind keine Vermögenswerte, mit denen gehandelt werden darf. Keiner von uns besitzt den Fußball. Es ist nicht an der FIFA, ihn zu verkaufen", erklärte Europas Fußballverband.

Zuletzt wurde sogar bekannt, dass innerhalb der UEFA über einen möglichen Boykott von FIFA-Wettbewerben diskutiert werden soll. Der Machtkampf um die Zukunft der Weltmeisterschaft spitzt sich damit weiter zu.

So will Infantino WM zu Geld machen

Nach den bisherigen Plänen soll eine neue Gesellschaft mit dem Namen "FIFA Forward Enterprise" (FFE) gegründet werden. Ihr Wert wird auf rund 20 Milliarden Dollar geschätzt. Die FIFA würde zwar Mehrheitseigentümer bleiben, die neue Tochtergesellschaft soll künftig jedoch die Vermarktung der Männer- und Frauen-WM sowie der Klub-WM übernehmen.

Hintergrund ist ein Bericht der "Financial Times", wonach die Investmentfirma des Technologieunternehmers Joshua Kushner zu den möglichen Investoren zählen soll. Dessen Bruder Jared Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet und gilt als enger Vertrauter des US-Präsidenten.

Berichten zufolge könnte Infantino nach dem Ende seiner Amtszeit im Jahr 2031 eine führende Rolle in der neuen Gesellschaft übernehmen und damit weiterhin großen Einfluss auf den Weltfußball behalten.

{title && {title} } red, {title && {title} } 29.07.2026, 19:26
Weitere Storys