Eine Überprüfung brachte es ans Licht: Die Bausubstanz des 1979 in Betrieb genommenen Bades in der Bezirkshauptstadt (rund 8.000 Einwohner) weist "erhebliche Schäden" auf, so die Gemeinde. Die Politik beauftragte ein umfassendes Betongutachten.
Nun liegen die Ergebnisse und eine erste fachliche Einschätzung des Statikers vor: Die Untersuchungen zeigen alters- und nutzungsbedingte Mängel am Stahlbeton. Die Tragkonstruktion muss an mehreren Stellen in der Halle und im Keller ausgebessert und verstärkt werden. Die Arbeiten sollen noch im September starten.
Stadtchef Christian Gratzl (ÖVP) zeigt sich zuversichtlich, dass die Einschränkungen möglichst kurz gehalten werden können: "Die Sicherheit unserer Badegäste und Mitarbeiter hat oberste Priorität. Wir setzen die notwendigen Sanierungsmaßnahmen rasch und konsequent um."
Ziel sei es, das Bad so schnell wie möglich wieder für die Bevölkerung zu öffnen. Derzeit gehe man davon aus, dass der Start der Hallenbadsaison zu Beginn der Herbstferien erfolgen kann, so der Bürgermeister.
Die Ergebnisse des Gutachtens würden zugleich deutlich machen, dass die Einrichtung einen erheblichen Sanierungsbedarf aufweist. Mit den nun erforderlichen Maßnahmen werde der vorläufige Weiterbetrieb ermöglicht – eine grundlegende Erneuerung des Gebäudes kann damit jedoch nicht erreicht werden, heißt es weiter.
Es brauche weitere Überlegungen zur langfristigen Zukunft des Hallenbades. Die Kommune will sowohl eine Generalsanierung als auch einen Neubau prüfen. Außerdem steht eine mögliche gemeinsame Lösung mit umliegenden Gemeinden im Raum.
"Das Freistädter Hallenbad ist eine wichtige Einrichtung für die gesamte Region", betont Gratzl. Hier lernen Kinder schwimmen, Vereine trainieren regelmäßig und Familien verbringen ihre Freizeit." Die Zukunft könne nur gesichert werden, wenn man als Region gemeinsam Verantwortung übernehme.