Kammer gegen Kammer

"Täglich zusätzliche Fahrzeit" – Tausende Pendler sauer

Drei Monate ohne Donaubrücke Mauthausen: Für Tausende Pendler drohen längere Wege und höhere Kosten. Jetzt geraten AK und WKOÖ darüber aneinander.
Oberösterreich Heute
25.09.2026, 05:00
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Noch ist die Donaubrücke Mauthausen offen, doch die angekündigte dreimonatige Sperre im Sommer 2028 sorgt bereits für Zündstoff: In einem offenen Brief an WKO-Präsidentin Doris Hummer werfen Arbeiterkammer OÖ, ÖGB und Betriebsräte aus dem Bezirk Perg der Wirtschaftskammer vor, mögliche Nachteile für Beschäftigte in Kauf zu nehmen.

AK fordert Maßnahmen

Anlass ist eine Veranstaltung der WKO Perg, bei der unter anderem Aussetzverträge und Kurzarbeitsmodelle besprochen werden sollen. Die AK hält dagegen: Die Pendler hätten die Probleme rund um die Brücke nicht verursacht – und sollten dafür auch nicht bezahlen.

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"Es kann nicht sein, dass Arbeitnehmer:innen täglich zusätzliche Fahrzeit in Kauf nehmen, höhere Mobilitätskosten tragen und erhebliche Einschränkungen ihres Familienlebens hinnehmen müssen", heißt es in dem offenen Brief.

Die AK fordert unter anderem mehr öffentliche Verbindungen, die auch zu Schichtzeiten passen, Park-and-Ride-Plätze und finanzielle Entlastung. Bei WKO-Präsidentin Hummer kommt der Brief gar nicht gut an.

"Große Verärgerung"

"Mit großer Verärgerung nehme ich den offenen Brief zur Kenntnis, denn die darin erhobenen Vorwürfe sind schlicht und einfach falsch", heißt es in einem Statement gegenüber "Heute". Weder die WKO Perg noch die WKO Oberösterreich wollten die Folgen der Sperre auf dem Rücken der Beschäftigten austragen.

Laut Hummer arbeiten Wirtschaftskammer, Land, AMS und Arbeiterkammer bereits gemeinsam an Lösungen. Dass die AK nun öffentlich einen Konflikt aufmache, sei für sie "umso unverständlicher". Die Menschen und Betriebe in der Region bräuchten "Zusammenarbeit statt falscher Unterstellungen".

red,25.09.2026, 05:00