Wenn heute, Donnerstag, Abend in der Raiffeisen Arena der Ball rollt, richtet sich der Blick auch auf das Geschehen rund um das Stadion. Die Polizei stuft die Partie wegen der politischen Lage als Hochrisikospiel ein.
Zusätzliche Einschränkungen für Fans auf dem Weg zur Gugl erwartet die Polizei laut ORF derzeit nicht. Der erste Protest beginnt um 18 Uhr am Linzer Hauptbahnhof. Unter dem Motto "Rote Karte für Völkermord" rufen Solidarwerkstatt Österreich und Palästina Solidarität zu einer Kundgebung auf.
Die Veranstalter kritisieren Israels Teilnahme am Bewerb und fordern ein Ende der österreichischen Militär- und Rüstungskooperation mit Israel. Eine zweite propalästinensische Demonstration von "Linkswende Jetzt" ist ab 18.30 Uhr im Umfeld des Stadions angekündigt.
Die Gruppe mobilisiert unter dem Motto "Kein Spielfeld für Israel" gegen das Länderspiel. Rund um die Arena und im Stadion werden deshalb deutlich mehr Polizisten im Einsatz sein. Auch Sondereinheiten stehen bereit; Sprengstoffspürhunde und Drohnenüberwachung wurden angefordert.
Noch vor der Partie soll das Stadion durchsucht werden. Für die Zuschauer heißt das vor allem: mehr Zeit einplanen. Die Kontrollen beim Einlass fallen strenger aus. Wer erst kurz vor dem Anpfiff um 20.45 Uhr auf der Gugl auftaucht, könnte einen Teil des Spiels in der Warteschlange verbringen.