Die massiven Schäden auf der Weststrecke zwischen St. Valentin und Linz Hbf sorgen weiter für erhebliche Probleme im Bahnverkehr – und das ausgerechnet zum Start ins Wochenende. Nachdem zunächst die Hoffnung bestanden hatte, die Strecke bis Freitagvormittag wieder vollständig freigeben zu können, musste die ÖBB ihre Prognose nun korrigieren.
Wie das Unternehmen am Freitagvormittag mitteilte, sind die Schäden an der Oberleitung und am Stellwerk größer als zunächst angenommen. Deshalb sind in dem betroffenen Abschnitt derzeit weiterhin nur zwei der normalerweise vier Gleise eingeschränkt befahrbar. Wann die vollständige Reparatur abgeschlossen sein wird, ist laut ÖBB derzeit noch nicht absehbar.
Für den Fernverkehr gilt weiterhin ein Notfahrprogramm. Railjet Express-Züge (RJX), ICE-Verbindungen nach Deutschland sowie die Nightjets können die Strecke befahren. Intercity-Züge enden hingegen bereits in St. Valentin beziehungsweise Linz Hauptbahnhof.
Die Westbahn fährt auf dem betroffenen Abschnitt reduziert im Stundentakt und hält zusätzlich in St. Valentin. Die gegenseitige Ticketanerkennung zwischen ÖBB und Westbahn bleibt zwischen St. Valentin und Wels Hauptbahnhof vorerst aufrecht.
Für den Nahverkehr sind zwischen St. Valentin und Linz Hauptbahnhof weiterhin Ersatzbusse im Einsatz. Laut ÖBB wurde deren Anzahl seit den Morgenstunden erhöht, um die Auswirkungen für die Fahrgäste möglichst gering zu halten. Güterzüge werden, soweit möglich, großräumig umgeleitet.
Die ÖBB betonen, dass mit Hochdruck an der Behebung der Schäden gearbeitet wird. Reisende müssen aber weiterhin mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen und sollten sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verbindung informieren.
Aus der ursprünglich erwarteten Freigabe am Vormittag ist damit vorerst nichts geworden - wie lange die Einschränkungen noch dauern, können die ÖBB derzeit nicht sagen.