Proteinriegel boomen - ob beim Sport, als Snack zwischendurch oder als "gesunde" Nascherei. Doch was steckt wirklich drin? Greenpeace hat 293 Produkte in Supermärkten und Drogerien in ganz Österreich unter die Lupe genommen - mit erschreckendem Ergebnis: Nur vier (!) Riegel konnten überzeugen.
Sie stammen von "Naturally Pam" und "Nussy" und sind bei Bipa, Spar und Interspar erhältlich. Der Rest? Voll mit tierischem Eiweiß, meist unklarer Herkunft, oft stark verarbeitet und alles andere als nachhaltig. Die beste Bewertung im Greenpeace-Marktcheck: ein mageres "Befriedigend".
"Bei Eiweiß nur an Fleisch, Milch und Eier zu denken, ist überholt", sagt Gundi Schachl von Greenpeace. "Pflanzliche Proteine wie Soja, Nüsse oder Linsen sind nicht nur gesünder, sondern auch viel besser für die Umwelt", sagt die Ernährungsexpertin.
Laut Studie haben pflanzliche Eiweißquellen im Schnitt nur ein Drittel der Umweltbelastung tierischer Produkte. Dennoch setzen über 80 Prozent der getesteten Riegel auf tierische Eiweißlieferanten - die Herkunft bleibt meist ein Rätsel.
Besonders bedenklich: Rund die Hälfte enthält Palmöl (Anbau zerstört Urwälder)- aber nur ein Prozent der Riegel ist fair gehandelt. Bio-Qualität? Selten. Bei Diskontern gar nicht zu finden, bei Drogerien immerhin vereinzelt (Bipa und dm). Greenpeace rät: Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu Bio-Riegeln mit Fairtrade-Zeichen - oder mischt sich seinen Protein-Snack einfach selbst.