Tierisches Wissen

Schlamm auf dem Baumstamm? Warnung vor diesem Tier

Auch wenn Wildtierbegegnungen im Wald eher selten sind, sollte man trotzdem achtsam sein und auf bestimmte Hinweise achten.
22.05.2026, 13:40
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Schlamm an Baumstämmen wirkt auf den ersten Blick unspektakulär – tatsächlich kann dahinter aber ein deutlicher Hinweis auf Wildtiere stecken. Was viele beim Waldspaziergang übersehen, ist für Fachleute, neben dem unverkennbaren Maggi-Duft, oft ein klares Zeichen dafür, dass sich Wildschweine in der Nähe aufhalten.

"Malbäume"

Sind Baumstämme im unteren Bereich mit Schlamm bedeckt, handelt es sich häufig um sogenannte "Malbäume". Vor allem Wildschweine nutzen diese Stellen, um sich nach einem Schlammbad an der Rinde zu reiben. So werden Parasiten wie Zecken oder Läuse entfernt. Zurück bleiben auffällige Schlammspuren am Stamm.

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Solche Bäume befinden sich meist in der Nähe von feuchten oder matschigen Bereichen. In Wien findet man sie etwa in der Lobau oder im Lainzer Tiergarten.

Grundsätzlich gelten Begegnungen mit Wildschweinen als selten, da die Tiere meist in der Dämmerung oder nachts unterwegs sind. Wer auf den markierten Wegen bleibt, hat in der Regel wenig zu befürchten.

Frisch oder trocken?

Besonders spannend ist der Blick auf den Schlamm selbst: Wirkt er noch feucht und frisch, waren die tierischen Waldbewohner vermutlich erst kürzlich hier unterwegs – vielleicht genießen sie sogar noch irgendwo in der Nähe ihre kleine Wellnesspause. Ist der Schlamm dagegen bereits trocken und rissig, liegt der Besuch wohl schon etwas länger zurück. Auch die Spritzspuren am Baum erzählen ihre eigene Geschichte und verraten oft, in welche Richtung die Wildschweine weitergezogen sind.

Kommt es dennoch zu einer Begegnung, empfehlen Experten, ruhig zu bleiben, Abstand zu halten und Hunde anzuleinen. Außerdem sollte man nicht quer durch dichtes Gebüsch laufen. Geräusche können helfen, Tiere frühzeitig auf Menschen aufmerksam zu machen und sie so zu vertreiben.

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