Tierischer Reptilien-Alarm

So gefährlich sind die steirischen Schlangen wirklich

Schlangen sind in Österreich selten gefährlich, leiden aber unter Lebensraumverlust – viele heimische Arten sind harmlos und bedroht.
Heute Tierisch
18.05.2026, 08:09
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Die Schlange hat bei uns keinen leichten Ruf. In vielen Geschichten wird sie als verschlagen und hinterlistig dargestellt. Ihr Gift macht sie in den Köpfen vieler zu einem der "bösesten" Tiere überhaupt. Dabei ist das völlig übertrieben und sie wird oft zu Unrecht schlechtgemacht.

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Wenn im Frühling die Sonne wieder stärker wird, erwachen die Schlangen aus ihrer Winterstarre. Sie suchen dann warme Plätze, um ihren kalten Körper aufzuwärmen. Jetzt werden sie auch am häufigsten gesehen. Anfang Mai waren einige Besucher am Grazer Schloßberg ziemlich überrascht, als plötzlich eine Schlange vor ihnen auftauchte.

Angst hättest du aber keine haben müssen. Werner Stangl vom Steirischen Reptilien- und Amphibienverein erklärt: "In Graz leben vier Natternarten: die Ringelnatter, die Äskulapnatter, die Würfelnatter und die Schlingnatter – alle sind ungiftig und für den Menschen keine Gefahr."

Auch in den Donau-Auen schlängeln sich viele Arten durch die Landschaft:

Die Ringelnatter ist bei uns am häufigsten zu finden. Sie erkennst du an den gelben, halbmondförmigen Flecken am Hinterkopf und ihrer Länge von mehr als einem Meter. Oft siehst du sie an Bächen, Flüssen oder in der Nähe von Seen, manchmal auch in Wäldern oder Gärten. Die Äskulapnatter kann sogar bis zu zwei Meter lang werden – das ist die größte heimische Schlange. Sie ist olivgrün bis dunkelgrau, klettert gerne auf Bäume, fühlt sich aber auf feuchtwarmen Böden im niedrigen Gestrüpp am wohlsten.

„Durch die zunehmende Verbauung wird ihr Lebensraum immer kleiner und damit werden sie auch immer seltener.“
Werner StanglSteirischer Reptilien- und Amphibienverein

Die Würfelnatter ist bei uns schon selten geworden. Sie hat, wie der Name sagt, ein Würfelmuster am Rücken und ist grau, braun oder grün. Sie hält sich am liebsten an Bächen und Flüssen auf und ist eine ausgezeichnete Schwimmerin. Die Schlingnatter mag es eher trocken und warm. Sie bleibt mit ihren 80 Zentimetern Länge kleiner und hat am Kopf einen herz- oder hufeisenförmigen Fleck.

Vor allem an den Pupillen kann man Giftschlangen von einem ungiftigen Exemplar unterscheiden. Ungiftige Schlangen haben runde Pupillen. Hier siehst du eine grantige Kreuzotter.
iStock©8660jan

Zwei Giftschlangen!

Neben diesen vier Nattern gibt es bei uns auch die Kreuzotter und die Hornotter. Das sind Giftschlangen. Ihr Gift brauchen sie aber vor allem, um Beute wie Mäuse zu erlegen. Menschen gehen sie aus dem Weg und verstecken sich lieber im Gestrüpp oder Unterholz. Nur wenn sie sich bedroht fühlen – was selten vorkommt –, kann es zu einem Biss kommen.

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